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Wöchentliche Marktberichte

Apr 30, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Wichtige Daten für die Eurozone

USD

EUR USD (1,1190)
Der EURUSD konnte gestern eine Aufwertung verzeichnen, nachdem am vergangenen Freitag ein 22-monatiges Tief bei 1,1110 erreicht wurde. Auslöser des Falles war das am Freitag veröffentlichte Bruttoinlandsprodukt für die USA, wobei die gestrigen Ergebnisse der Parlamentswahl in Spanien zumindest kurzfristig positives Sentiment für den Euro schaffen konnten. Mit klarem Abstand gewinnt dort mit Ministerpräsident Sánchez ein Sozialdemokrat die Wahlen und überschattet die enttäuschenden Daten zum Verbrauchervertrauen in Europa. Der Index des Verbrauchervertrauens, welcher von der Europäischen Kommission veröffentlicht wird und das allgemein bestehende Sentiment der Haushalte widerspiegelt, fällt den zehnten Monat in Folge und stellt somit den geringsten Wert seit zwei Jahren dar. Potenzielle Bewegungen Richtung Jahrestief bleiben weiterhin von der Datenlage abhängig und so blicken Marktteilnehmer auf die heutigen Veröffentlichungen hoch relevanter Wirtschaftsdaten wie dem Bruttoinlandsprodukt (Eurozone), der Arbeitslosenquote (Eurozone als auch Deutschland) und dem deutschen Verbrauchervertrauen. Die geringer als erwartet ausgefallene Inflation (1,6%, erwartet waren 1,7%) für die US-amerikanische Wirtschaft lässt die Sorgen einiger Marktteilnehmer anhalten und so fällt der Blick am Ende der Woche auf die Inflationszahlen für die Eurozone.
Weitere Anhaltspunkte für Investoren werden das Treffen der US-Notenbank (Mittwoch) diese Woche und Produktionsdaten aus China (Dienstag) darstellen.

Trotz einer leicht positiv zu erwartenden Datenlage für diese Woche bleibt der EURUSD mittel- als auch langfristig in einem Abwärtstrend gefangen. Ein Testament dieser Schwäche bleibt der Bruch der Unterstützung im 1.1175-1.1190 Bereich auf 1,1110 am Freitag, wobei eine Aufwertung des Paares derzeit durch einen sechsmonatigen Abwärtskanal und 1,1230-1,2700 (50-1D und 200-1D Moving Average) verhindert wird. Wenn sich die fundamentalen Schwächen der Eurozone weiterhin in der Datenlage widerspiegeln, könnten sich langfristig Bewegungen mit Potenzial 1,1180 (Hoch 08. Mai 2017) und 1,1000 entfalten.

CHF

EUR CHF (1,1365)
Das derzeit enge Bewegungsband des EURCHF, welches durch 1,1470 (Jahreshoch) und 1,1350 (200-1D Moving Average) gekennzeichnet ist, bleibt auch gestern aufrechterhalten. Potenzielle Kursbewegungen werden von den heutigen Veröffentlichungen für die Eurozone und dem KOF Leitindikator für die schweizerische Wirtschaft abhängig sein. Der größte Treiber jeglicher Volatilität im Paar bleibt jedoch die globale Aussicht auf die Weltwirtschaft. Deutet die Datenlage vermehrt auf eine schwächere globale Wirtschaft, könnte dies den Schweizer Franken als Safe haven Währung Rückenwind verschaffen und die Gewinne des EURCHF seit April annullieren.

GBP

EUR GBP (0,8645)
Die Unsicherheiten bezüglich des Brexits werden die Bank of England am Donnerstag vermutlich davon abhalten, den Zinssatz zu erhöhen. Das zuletzt gestiegene Selbstvertrauen, ausgehend von einer verbesserten Datenlage und der höheren Inflationserwartungen für das zweite Halbjahr (aufgrund höherer Ölpreise), scheint von den Brexit Sorgen überschattet zu werden. Eine Spaltung in den eigenen Reihen der Bank of England in Mitglieder, welche eine sofortige Zinserhöhung fordern, und denen die bis nach dem Austritt aus der Europäischen Union warten möchten bleibt weiterhin aufrecht und wird die kommenden Entscheidungen prägen.

Der EURGBP tendiert weiterhin in Richtung 0,8650 und wird von der heutigen Datenlage abhängig sein. Ein schwacher Nachrichtenfluss für die Eurozone könnte das Paar abwerten lassen, wobei potenzielle Abwärtsbewegungen bei 0,8200 und 0,8600 Widerstand finden würden. Ein Durchbrechen des Niveaus um 0,8600 könnte einen Abwärtstrend signalisieren und Bewegungen Richtung 0,8470 (Jahrestief) mit sich bringen. 

HUF

EUR HUF (323,25)
Heute steht das Treffen der ungarischen Zentralbank (NBH) an der Tagesordnung, wobei ein Beibehalten der Zinssätze zu erwarten ist. Der EURHUF befand sich bis Ende März in einem Abwärtstrend, welcher bei 312,62 einen Boden fand. Seit dem 20. März konnte das Paar eine erhebliche Aufwertung (3,60%) verzeichnen und befindet sich auf einem zweimonatigen Hoch. Eine Zinserhöhung oder ein Zeichen für potenzielle Erhöhungen bei den nächsten Zentralbanktreffen würde den Forint stärken und Potenzial Richtung 318,00 (50-1D Moving Average) auslösen.

Der Forint bleibt somit leicht angeschlagen, solange sich das Paar oberhalb 322,40 (200-1D Moving Average) befindet. Stärkerer Aufwärtsdruck in Richtung 325,80 (Hoch 11. Oktober 2018) könnte sich bei einer unerwarteten Zinserhöhung entfalten.

CZK

EUR CZK (25,665)
Die tschechische Krone konnte gestern deutlich gegenüber dem Euro zulegen und markiert die vierte Aufwertung in Folge. Dabei trieben Spekulationen über eine Zinserhöhung bei dem Treffen der tschechischen Zentralbank am Donnerstag Marktteilnehmer verstärkt zum Kauf der Krone und lassen das Paar auf ein zehntägiges Tief fallen.
Im August 2017 hob die tschechische Zentralbank als erste im mittel- und osteuropäischen Bereich das Zinsniveau seit 2012 an.

Die Gemeinschaftswährung bleibt allerdings unter Druck, solange 25,730 nicht überwunden wird. Für einen neuen Abwärtstrend mit anfänglichem Potenzial bis 25,590 muss zurzeit allerdings nach wie vor die (leicht modifizierte) Unterstützung von 25,630 unterlaufen warden.


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