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Wöchentliche Marktberichte

Apr 26, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Euro nach unten geneigt

USD

EUR USD (1,1135)
Nach dem gestrigen Fall des EURUSD auf 1,1118 warten Marktteilnehmer die heutige Veröffentlichung des US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukts ab, um weiteres Abwärtspotenzial zu bestätigen. Der Abwärtstrend wurde durch die Veröffentlichung der IFO-Daten zur deutschen Industrie ausgelöst, diese stellen jedoch nicht den alleinigen Treiber des negativen Trends dar, sondern bestätigen die derzeit unsichere Lage der Eurozone. Verstärkt wurde die gestrige Abwertung durch besser als erwartet ausgefallene Bestellungen von Gebrauchsgütern (durable goods) in den USA. Der Anstieg von 2,7% (ggü. Vormonat) markiert den Abschluss einer positiven Woche für den Dollar, welcher sich gewichtet an allen Währungen (DXY, gewichteter Dollarindex) auf einem Jahreshoch befindet. Aus Sicht der Eurozone bot der gestrige Wirtschaftskalender wenig Neues. Die Rede des Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) bleibt das einzige Ereignis des Tages, welches Marktteilnehmer aufgrund fehlender Neuigkeiten wenig, bis kaum beeindruckte. Abwechslung bietet der Kalender der nächsten Woche, wobei die Arbeitslosenquote und die Verbraucherpreisindizes für den Euroraum als potenzielle Impulsgeber zu identifizieren sind. Aufseiten der USA steht der Offenmarktausschuss der US-amerikanischen Zentralbank (FED) am Mittwoch im Zentrum, wobei Marktteilnehmer mit keiner Zinsveränderung rechnen.

Heutiges Hauptereignis bleibt die Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts (USA), welches mit erwarteten 2,2% ein stabiles Wachstum verzeichnen könnte. Berechnungen der Atlanta FED deuten auf eine Beschleunigung von 2,8% für das erste Quartal, wobei der Indikator der New York FED auf 1,8% verweist. Dieser ungewöhnlich signifikante Unterschied der Prognosen lässt den heutigen Tag interessant bleiben.

CHF

EUR CHF (1,1360)
Der EURCHF erholt sich am Donnerstag, nachdem dieser kurzfristig auf das höchste Niveau seit Oktober 2018 steigt. Enttäuschende europäische als auch deutsche Industriedaten verschaffen dem Schweizer Franken jedoch eine Atempause und lassen eine potenzielle Erholung möglich erscheinen. Der Konjunkturindex für die Schweiz lag im April bei 19,2 (Im März war ein Wert von -26,9 zu verzeichnen) und stellt somit den besten Wert seit Juli 2018 dar. Auch die ZEW Umfrage zum wirtschaftlichen Sentiment skizziert ein verbessertes Bild und könnte mit einer weiterhin anhaltend schlechten Datenlage für die Eurozone Abwärtspotenzial entfalten.

Das Paar befindet sich knapp über 1,1350 (200-1D Moving Average) und würde bei einem Durchbruch zu potenziellen Bewegungen Richtung 1,1300 führen. Impulsgeber für heute bleiben für die Gemeinschaftswährung aus, wobei die Rede vom Präsidenten der Schweizer Zentralbank (SNB) in Bern weiteren Aufschluss über die Wirtschaftslage geben könnte.

GBP

EUR GBP (0,8630)
Nach Äußerungen des britischen Außenministers Jeremy Hunts bleibt die Passivität der Premierministerin und des Parlamentes die größte bestehende Unsicherheit. Einige Außenminister der EU-Mitgliedstaaten sollen sich Jeremy Hunt zufolge negativ über die momentane Lage der zwischenparteilichen Gespräche geäußert haben und betonten die Relevanz eines einfachen und schnellen Brexits. Dabei stehen die Außenminister in Ihrem Wunsch nicht alleine dar. Auch die Premierministerin tätigte Versuchungen Ihren Austrittsplan nächste Woche zum vierten Mal vor das Parlament zu legen. Eine mögliche Abstimmung wurde jedoch gestern von der Führerin der konservativen Partei im Unterhaus Andrea Leadsom abgelehnt und somit steht eine weitere Woche an, in der es voraussichtlich nicht zu einer Entscheidung in Sachen Brexit kommen wird.

Nach einer anfänglichen Aufwertung des EURGBP zeigen sich die Folgen des negativen Nachrichtenflusses für den Euroraum und so verzeichnet das Pfund gegenüber dem Euro die zweite Aufwertung in Folge. Potenzielle Unterstützung findet das Paar bei 0,8610 (50-1d Moving Average).

PLN

EUR PLN (4,2910)
Der Zloty festigt sich gestern gegenüber der Gemeinschaftswährung, nachdem das Paar vorgestern die größte Aufwertung seit zwei Monaten verzeichnen konnte. Die souveräne Leistung der polnischen Wirtschaft wurde diese Woche erneut durch eine geringere Arbeitslosenquote (ggü. Vorjahr) von 5,9% bestätigt. Minister für Arbeit Elżbieta Rafalska sieht die Arbeitslosigkeit gegen Ende des Jahres bei 5,2%-5,6%. Diese straffe Lage am Arbeitsmarkt könnte sich über höhere Löhne in einer potenziellen Zinserhöhung widerspiegeln. Laut den letzten Aussagen einiger Mitglieder der Zentralbank wird aufgrund der momentanen Unsicherheit bezüglich des Brexits und globaler Turbulenzen jegliche Veränderung des Zinsniveaus auf zukünftige Treffen der Zentralbank verschoben.

Die Aufwertung des EURPLN bei 4,3000 (200-1D Moving Average) signalisiert somit weiterhin den psychologischen Wert dieses Niveaus. Die leichte Tendenz der Gemeinschaftswährung zur Schwäche bleibt erhalten, solange 4,3000 nicht überwunden wird. An der Unterseite verhindert derzeit eine Unterstützung bei 4,2855 (21-1D Moving Average), dass sich weiterer Abgabedruck in Richtung 4,2755 (Tief 04. Dezember) entfalten kann.

CZK

EUR CZK (25,730)
Im Fokus der nächsten Woche liegt das Treffen der tschechischen Zentralbank am Donnerstag, wobei Spekulationen einer Zinserhöhung der Krone leichten Rückenwind verschaffen könnten. Ein Argument für eine Anhebung des Zinsniveaus wäre die starke heimische Wirtschaft, wobei Marek Mora eine potenzielle Zinserhöhung dieses Jahr angedeutet hat, unter der Bedingung, dass die ökonomischen Prognosen weiterhin positiv ausfallen. Seit gestern ist bekannt, dass alle sieben Mitglieder der Zentralbank beim Treffen anwesend sein werden, was die Wahrscheinlichkeit einer Abstimmung über eine potenzielle Zinsveränderung erhöht.

Der kurzfristige Aufwärtstrend, hervorgerufen durch besser als erwartete chinesische Exporte, sieht sich bei 25,740 starkem Widerstand entgegen und scheitert den dritten Tag in Folge daran, diesen zu durchstoßen. Ein Rücksetzer des Paares würde bei 25,670 und 25,640 Unterstützung finden.


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