Wöchentliche Marktberichte

Apr 17, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Chinesische Daten helfen dem Euro

USD

EUR USD (1,1305)

Der Euro fällt gestern abermals unter 1,1300 trotz positiver Daten zur deutschen als auch europäischen Konjunkturerwartung. Diese konnte dem Euro keinen Rückenwind verschaffen, da unbestätigten Gerüchten zufolge, einige Mitglieder der Europäischen Zentralbank Zweifel an der Verbesserung der Wirtschaftslage äußerten. Dabei sollen sich gewisse Mitwirkende negativ zu den vorherrschenden Prognosemodellen geäußert und diese hinterfragt haben. Angesichts dessen konnten sich die positiven Ergebnisse der ZEW Umfrage zu den Konjunkturerwartungen, welche auf einen Wert von 3,1 sprangen (erwartet waren 0,8) nicht in einer Aufwärtsbewegung des Paares widerspiegeln. Marktteilnehmer ignorierten die schlechter als erwartete Industrieproduktion der USA, welche mit einem Wert von -0,1 erneut in den negativen Bereich fällt und so die Sorgen um eine globale Rezession verstärkt.

Trotz des für den Euro negativ ausgefallenen Tages scheint eine Wende nicht lange auf sich warten zu lassen. Nach den Veröffentlichungen des chinesischen Bruttoinlandproduktes (6,4% ggü. Vorjahr) und der Industrieproduktion (8,5% ggü. Vorjahr) treiben optimistische Wachstumserwartungen wieder die Märkte und so macht der Euro sämtliche gestrige Verluste wieder rückgängig.

Das Durchbrechen der Abwärtslinie, welche seit Oktober 2018 anhält und sich momentan bei 1,1360 befindet, bleibt für langfristige Bewegungen nach oben essenziell. Weiterer Widerstand wird bei 1,1340 (200-1W Moving Average) gegeben sein.

CHF

EUR CHF (1,1382)

Der positive Nachrichtenfluss aus China stimmt die Märkte fürs erste positiv und so führt der Euro seine Siegesserie gegenüber dem Schweizer Franken fort. Der seit dem 1. April anhaltende Aufwärtstrend wird nicht nur durch die verstärkt bessere Datenlage zur Euroregion getrieben, sondern auch durch die Aussagen des SNB Chefs, Thomas Jordan, welcher laut eigenen Aussagen, alle erdenklichen Mittel zur Unterstützung der Wirtschaft bereitstellen wird und somit Zinsen noch weiter in den negativen Bereich fallen könnten. Ende der letzten Woche wurde der seit Mai 2018 anhaltende Abwärtstrend durchbrochen und gestern mit dem Vorstoß über 1,1360 (200-1D Moving Average) gefolgt. Den nächsten Widerstand stellt dabei 1,1405 (50-1W Moving Average) dar, wobei ein Fall des Paares von 1,1345 und 1,1315 limitiert werden könnte.

GBP

EUR GBP (0,8655)

Die Kritik aus den eigenen Reihen, als auch der Druck die zwischenparteilichen Gespräche zu beenden, wird für Theresa May immer größer. Wachsende Angst, dass sich der Frust über den verzögerten Austritt aus der Europäischen Union in den nächsten Wahlen bemerkbar machen wird scheint anzuhalten. Ein vor dem 22. Mai ausgearbeiteter Alternativplan würde eine Wahlteilnahme überflüssig machen und der Konservativen Partei bei der kommenden Wahl große Verluste ersparen. Nach der Verkündung der Austrittsverlängerung letzte Woche, fiel die implizite Volatilität des Pfundes auf das geringste Niveau seit Januar 2018.

Der gestrige Nachrichtenfluss bestätigte die anhaltend positive Lage am britischen Arbeitsmarkt, konnte sich jedoch nicht in einer Verbesserung des Pfunds bemerkbar machen. Dabei bleibt die Arbeitslosenquote auf 3,9%, wobei Löhne um 3,5% (ggü. Vorjahr) gestiegen sind. Heutige Marktereignisse stellen die Veröffentlichung der Verbraucherpreisindizes und die Rede des Gouverneurs der Bank of England in Paris dar.

PLN

EUR PLN (4,2750)

Das polnische Finanzministerium revidierte das Wirtschaftswachstum auf 3,3% (Für das Jahr 2020) gegenüber einem vorerst angenommenen vierprozentigen Wachstum. Momentane Reformen im Pensions- und Steuersystem, welche in Vorbereitung der diesjährigen Parlamentswahlen durchgeführt werden, sollten das Risiko minimieren über die dreiprozentige Budgetdefizitgrenze der EU zu stoßen.

Der Zloty beendet den dritten Tag in Folge mit einer Aufwertung gegenüber dem Euro und macht bei 4,2750 aufgrund der aus China fließenden Daten halt, welche den Euro in seiner Erholung unterstützen. Potenzial nach oben könnte derzeit durch 4,2820 (50-4h Moving Average) verhindert werden.


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