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Wöchentliche Marktberichte

Apr 16, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

EU erhält Mandat für Handelsgespräche

USD

EUR USD (1,1305)


Acht Monate liegen zurück, seitdem sich Kommissionschef Jean-Claude Juncker und US-Präsident Donald Trump zu Handelsgesprächen getroffen haben. Nun einigten sich die EU-Mitgliedsstaaten, weitere Handelsgespräche mit den USA aufzunehmen und geben der Europäischen Union das Mandat, Handelsverträge ausarbeiten zu dürfen. Aufgrund potenzieller Importzölle auf europäische Fahrzeuge und eine derzeit leicht angeschlagene Industrie, sah sich Deutschland zu Gesprächen gezwungen. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron verzögerte bis dahin jegliche Annäherungsversuche aufgrund des Austrittes der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen.

Trotz dieser positiven Entwicklung konnte das Paar keinen Rückenwind gewinnen, da ein Kursanstieg von dem weitaus besser als erwarteten US-amerikanischen Empire-State-index (10,1 von 3,7 im Vormonat) verhindert wurde. Dieser misst die Geschäftsstimmung der Industrie im Bundesstaat New York und hat sich als früher Warnindikator der wirtschaftlichen Entwicklung einen Namen gemacht. Märkte blicken auf die Veröffentlichung der ZEW Umfrage zu den (deutschen wie auch europäischen) Konjunkturerwartungen und der US-amerikanischen Industrieproduktion.

Trotz der seit April anhaltenden Erholung befindet sich das Paar weiterhin in einem Abwärtstrend, wobei ein positiver Nachrichtenfluss einen Vorstoß Richtung 1,1340 (200-1W Moving Average) ermöglichen könnte.

CHF

EUR CHF (1,1345)


Das Paar bricht den seit April 2018 anhaltenden Abwärtstrend und vermerkt wiederholt einen positiven Tag. Fortschritte in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China und die letzten Freitag veröffentlichten starken chinesischen Exporte treiben „risk-on“ Sentiment an und wirken sich negativ auf die Safe Haven Währungen aus. Ein Voranschreiten Richtung 1,3650 (200 1h MA) scheint bei positiven Konjunkturerwartungen möglich. Viele Marktteilnehmer sehen jedoch langfristige Schwächen in der europäischen Wirtschaft und so bleibt offen, ob ein Kurs über 1,1400 langfristig Bestand haben könnte.

GBP

EUR GBP (0,8635)


Trotz der genehmigten Austrittsverlängerung Großbritanniens zeigt sich das Pfund unbeeindruckt. Grund dafür bleibt die weiterhin angespannte Wirtschaftslage, in welcher sich britische Unternehmen angesichts des Brexits befinden. Diese Tatsache wird von einer neuen Studie (Deloitte) bestätigt, in welcher acht von zehn britische Unternehmen aussagen, Unsicherheiten bezüglich der wirtschaftlichen Lage zu verspüren. Gespräche zwischen den Parteien werden auch in der Osterpause stattfinden, und obwohl Theresa May´s Plan laut EU-Mitgliedern unveränderbar bleibt, stellt das Zusatzdokument, welches die zukünftigen Beziehungen der beiden Parteien bestimmt, weiteres Ausbaupotential dar.

Der heutige Tag stellt mit den Veröffentlichungen der Arbeitslosenquote und der Durchschnittseinkommen eine wichtige Datenquelle dar. Diese erhalten derzeit einen erhöhten Stellenwert, da der Arbeitsmarkt laut Aussagen der Bank of England den wichtigsten Indikator für die derzeitige Wirtschaftslage darstellt. Trotz erwarteten positiven Ergebnissen und einer weiterhin steigenden Inflation bleibt offen, ob das Pfund davon profitieren kann. Unter anderem auch, weil Marktteilnehmer eine Zinserhöhung aufgrund der zu kurzen Verlängerungsfrist (31. Oktober) ausschließen. Fallen die Daten zum britischen Arbeitsmarkt heute positiv aus, sind leichte Bewegungen nach unten möglich, wobei der Bewegungsbereich zwischen 0,8470 und 0,8700 vorerst anhalten könnte.

PLN

EUR PLN (4,2745)


Nach einem anfänglich positiven Start in das Jahr und dem Erreichen des Hochs bei 4,3450 sieht sich die Gemeinschaftswährung immer weiter unter Druck und vermerkt in den letzten zwei Monaten eine einzige positive Woche. Für die polnische Wirtschaft stehen am Mittwoch die Herausgabe der Löhne und am Donnerstag die Einkaufsmanagerindizes an. Marktteilnehmer erwarten momentan keine Zinserhöhungen aufgrund stagnierender Inflationserwartungen von 1,7%, knapp über der von der polnischen Zentralbank definierten Untergrenze von 1,5%. Somit könnten Bewegungen Richtung 4,2582 (Tief 28. Januar) möglich erscheinen. Längerfristig erwarten Marktteilnehmer jedoch eine leichte Aufwertung des Euro.

CZK

EUR CZK (25,640)


Das Paar scheint bei 25,590 ein Tief gefunden zu haben und markiert den dritten positiven Tag in Folge. Aufgrund fehlender Daten für die tschechische Wirtschaft werden weitere Preisbewegungen von dem Euro getrieben sein. Derzeit scheinen Bewegungen Richtung 25,690 möglich und könnten durch einen positiven Nachrichtenfluss verstärkt werden. Eine potenzielle Abwertung des Paares würde bei 25,590 (Tief 10. April) ihren Widerstand finden.


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