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Wöchentliche Marktberichte

Apr 12, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Der Euro zeigt sich stark

USD

EUR USD (1,1290) 

Es scheint, als würde eine weitere Woche vergehen, in der sich der Euro aufgrund leicht vorteilhafter Datenlage von seinem Tief (1,1174) entfernt. Die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) brachte wenig neue Erkenntnis und untermauerte in Verbindung mit den Protokollen des Offenmarktausschusses der US-amerikanischen Notenbank (FED) die anhaltende globale Unsicherheit. Marktteilnehmer, welche sich Neuigkeiten zu dem im März verkündeten Refinanzierungsinstrument (TLTRO) der EZB erhofft hatten, wurden nicht erhört und so verschiebt der Präsident der Europäischen Zentralbank weitere Diskussionen auf die nächste Sitzung. Trotz der am Mittwoch revidierten Inflationszahlen für die USA und die Europäische Union zeigen sich die beiden Zentralbanken bei ihrer Annahme zur Inflationsnormalisierung in den kommenden Jahren optimistisch. Steigende Löhne und ein robuster Arbeitsmarkt schafften es jedoch nicht, sich in einem Preisanstieg bemerkbar zu machen, wobei diese Woche seit langem ein gemischtes Bild für den US-amerikanischen Arbeitsmarkt vermerkt wurde (neue Stellenangebote auf 7,087 Millionen gesunken).

 

Diese Woche markiert somit einen klaren Aufwärtstrend, wobei Marktteilnehmer nun auf die kommende Woche achten, um potenziell bewegende Ereignisse zu erkennen. Blickt man auf die Veröffentlichung neuer Wirtschaftsdaten, stehen die ZEW Konjunkturerwartungen für Deutschland (Dienstag) und die Einkaufsmanagerindizes für die EU (Freitag) an. Überschattet werden diese Ereignisse jedoch von weiteren Handelsgesprächen zwischen den USA und China und den neu aufgeworfenen Gerüchten der US-amerikanischen Importzölle auf gewisse europäische Güter.

 

Das Paar befindet sich momentan am oberen Ende des Bewegungsbereiches zwischen 1,12 und 1,13. Impulsgeber für heute stellen die Veröffentlichung der Industrieproduktion (EU) und des Verbrauchervertrauensindizes für die USA dar. Ernstzunehmende Bewegungen über 1,13 könnten voraussichtlich erst bei relevanten Daten nächste Woche zu erwarten sein.

CHF

EUR CHF (1,1320) 

War der letzte Monat noch von Sorgen und Abwertungsgefahr geprägt, zeigt sich der EURCHF Kurs im April besser als viele Marktteilnehmer erwartet hatten. Nach einem relativ starken Kursverlust erreichte das Paar bei 1,1170 sein Tief und Marktteilnehmer blickten gespannt auf das Unterstützungsniveau. Nach zweiwöchiger Hochfahrt ist nun jedoch der kurzfristige Aufwärtstrend des Paares deutlich sichtbar. 

Diese Woche trieb ein überraschend positiver Nachrichtenfluss den Euro nach oben. 

Nach unten bieten 1,1250 und 1,1700 wichtige Unterstützungspunkte, wobei ein weiteres Voranschreiten nach oben durch 1,1370 verhindert wird.           

GBP

EUR GBP (0,8635) 

Trotz der Austrittsverlängerung Großbritanniens sieht sich das Pfund unbeeindruckt und führt nach eintägigem Aufstieg den kurzfristig anhaltenden negativen Trend fort. Marktteilnehmer zeigten sich überrascht, als nach verlängerter Austrittsfrist und den besser als erwarteten Wirtschaftszahlen für die britische Wirtschaft weiterhin positive Bewegungen im EURGBP Paar zu sehen waren. Der Markt reagierte bei der Veröffentlichung der besser als erwarteten Industrieproduktion und des Bruttoinlandsproduktes eher mager. Dieses Fehlen positiver Preisbewegungen könnte als Zeichen dafür gesehen werden, dass viele Marktteilnehmer eine Verlängerung vermutet hatten und aufgrund der Aussagen von Donald Tusk enttäuscht waren, als diese nur bis Oktober 2019 ausfiel, anstatt bis ins Jahr 2020 zu gehen. Somit verschiebt sich die Brexit-Thematik wieder auf die nationale Ebene zurück. Die drei relevanten Ereignisse für den kommenden Monat bleiben der 2. Mai (Lokale Wahlen in Großbritannien), der 9. Mai (EU Gipfel in Rumänien) und die am 23. Mai stattfindenden Wahlen zum europäischen Parlament.

 

Das Paar befindet sich knapp über dem 50-1d Moving Average und sieht sich kurzfristig 0.8651 (Hoch 9. April) und 0.8825 (200-1d Moving Average) entgegen.


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