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Wöchentliche Marktberichte

Apr 01, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Steigende Löhne, sinkende Inflation

USD

EUR USD (1,1238)

Die Europaare reagierten auf die Brexit News, dass keiner der acht Alternativen eine Mehrheit im Parlament zugesprochen wurde wie erwartet negativ. Für den heutigen Tag sehen wir die Inflationszahlen für die europäische Union als bedeutenden Markbeweger, welche in einem Umfeld geringer Inflation hohes Potenzial hätten bei einem überraschenden Ergebnis den Kurs zu treiben. Höhere Löhne- und Rohstoffpreise müssen sich noch in höhere Inflationsraten niederlassen. Die Frage wie weit die europäische Zentralbank bereit ist zu intervenieren, wird eventuell am Donnerstag gelöst werden, wenn die Pressekonferenz und die Veröffentlichung der Ergebnisse dieser ansteht. Bei dem letzten Treffen der europäischen Zentralbank wurde das neue TLTRO (Targeted Long Term Refinancing Operations) verkündet, welches in die dritte Runde geht und der Nachfolge des TLRO2 ist, welches 700 Miliarden Euro in das europäische Finanzsystem pumpte. Auch unter anderem, weil die Notenbank die Effekte der Niedrigzinspolitik auf die Profitabilität der Kommerzbanken als kritisch sieht. Ein weiteres positives Signal kommt vom deutschen Arbeitsmarkt, der momentan sowohl in großen Teilen Europas , speziell Deutschland und auch in der USA den Haupttreibsstoff der Wirtschaft darstellt. Letzte Woche verkündigte das deutsche Statistikamt, dass die Arbeitslosigkeit wiederholt zurückgegangen sein. Die Arbeitslosigkeit verringerte sich auf 4.9% und markiert so die geringste Arbeitslosenquote seit der Wiedervereinigung. Auch in den USA scheint sich laut dem von der Universität in Michigan veröffentlichten Index zum Konsumentensentiment, seit Jahresbeginn wieder eine Erholung vom schlechten vierten Quartal 2018 sichtbar zu machen. Dieser steigert sich von 93.8 im Vormonat auf 98.4 nach einem schwachen Start ins Jahr mit einem Wert von 91.2 im Jänner. Abgesehen von der Veröffentlichung der harmonisierten Preise für die europäische Union stehen auch die Einkaufsmanagerindices für heute an, wobei die der großen Nationen Deutschland, Frankreich und Italien als drei der vier größten Ökonomien der EU besonders relevant sein werden und ein leichter Anstieg erwartet wird.

Der EURUSD sank bezogen auf die letzten zwei Wochen von einem kurzfristigen Hoch von 1,144 auf ein vom Brexit-verursachten Tief von 1,12 am Freitag. Das Paar befindet sich auf allen kurzfristig relevanten Zeitrahmen von 1h, 4h und 1d unter den 200-Tages simple moving average und bleibt knapp über dem Wiederstandsniveau von 1,1239 stehen, welches das Hoch der letzten vier Stunden kennzeichnet. Der Dollarindex DXY bewegt sich weiterhin über dem 200-Tages simple moving average (SMA). Relevant sind dabei das letzwöchentliche Hoch von 96.81 und das Tief bei 95,74.

USD

USD CHF (0,9957)

Die momentane Preisbewegung des Paares kann momentan in der Frage zusammengefasst werden, welche Währung Investoren stärker als Safe haven Währung betrachten, dies wird auch in der, auf kurze Sicht stabilen Preislage des Paares deutlich. Relevant bleibt dabei für die Schweiz der Einkaufsmanagerindex, welcher heute veröffentlicht wird und für die USA die Einzelhandelsumsätze. Kurzfristige Unterstüzungslinien kann bei 0,9948 gezogen werden, welche den 200-1h simple moving average (SMA) darstellt.

CHF

EUR CHF (1,1187)

Bezogen auf die letzten zehn Tage, war das Paar an neun davon negativ, was momentan die Lage gut beschreiben lässt, in welcher sich der EURCHF befindet. Besser als erwartete Inflations- und Einkaufamanagerindexzahlen könnten sich dabei positiv für den Euro auswirken, solange die Brexitunsicherheit jedoch weiter besteht, scheint ein negativer Trend anzuhalten. Psychologisch gilt dabei die 1,117-Linie als signifikant, welche letzte Woche zum dritten mal innerhalb eines Jahres gehalten hat.

GBP

EUR GBP (0,8605)

Genauso wie der Wechselkurs einer Rohstofflastigen Ökonomie dem Preis des exportierenden Rohstoffes folgt, genauso folgt das EURGBP Paar momentan den Brexit-Neuigkeiten. Je angenehmer sich dabei der Austritt gestaltet, desto besser sieht dies für den britischen Sterling aus. Eine vierte Abstimmung zu Mays Plan scheint weiterhin möglich und wenn dieses Vorhaben geliegt bleibt bis zu dem 22. Mai Zeit für eine Austrittsstrategie. Wenn nicht, bleibt der 12. April die Deadline. Dass die Brexitdebatte die Gemüter nicht nur im britischen Parlament zum Spalten bringt zeigte auch das letzwöchige Meeting der europäischen Staatschefs, bei denen die Frage, wieviel Zeit man dem Vereinigten Königreich geben sollte auf Uneinheit stößt. Es wird erwartet, dass der Sprecher, John Bercow, heute nur die Optionen auswählt, die beim letzten Mal am besten abgeschnitten haben oder Unterstützung fanden. Die Abstimmungen finden um 20.00 Uhr statt und die Ergebnisse werden um 22.00 Uhr erwartet. Der Irische Premierminister zeigte sich offen für eine „lange Verlängerung. Diese hätte den Nachteil eines Hinauszögerns der Unsicherheit, auf der anderen Seite wäre ein No-Deal Szenario dann vom Tisch.

Blickt man auf den EURGBP scheint der Markt eine „lange Verlängerung“ eingepreist zu haben und so scheint der Sterling trotz der Turbulenzen, verursacht durch das Scheitern von May´s Plan und deren Alternativen auf einem mittelfristigen Zeithorizont schwächer davon beeinflusst als der Euro. Kurzfristiger Stabilitätspunkt bleibt 0,8580 und weiter unten 0,8426.

PLN

EUR PLN (4,301)

Die Mittel-und osteuropäischen Währungen zeigten sich vor dem Wochenden noch schwach, da Sorgen um eine Konjunkturabkühlung in Europa die steigenden Inflationen abhielten, sich in eine geldpolitische Kontraktion und somit höhere Zinssätze umzuwandeln. Die jährliche Inflationsrate in Polen stieg von 1,2 im Februar auf 1,7. Trotz dieser Anstiegs bleibt die polnische Inflation in der CEE-Region die geringste hinter der tschechischen (2.7%), der ungarischen (3.1%) und der rumänischen (3.8%). Der Zloty war gegenüber dem Euro um 0,1 Prozent gefallen und hatte sich durch das psychologische Niveau von 4,3 auf 4,3015 bewegt. Der Anstieg der polnischen Inflationsrate in den Zielbereich der Zentralbank von 1,5 bis 3,5.


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