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Wöchentliche Marktberichte

Okt 24, 2018 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

EUR USD (1,1460)

Es gab gestern vieles, was dem Euro hätte zusetzen können. Allein die starken Kursrückgänge an den globalen Aktienmärkten hätten unter dem Stichwort „Risikoaversion“ nach gängiger Lesart zu erhöhtem Druck auf den Euro führen können, wenn nicht sogar müssen. Auch ein von US-Präsident Donald Trump angekündigtes Steuersenkungsprogramm für den US-amerikanischen Mittelstand in Höhe von 10 Prozent konnte gestern weder den angeschlagenen Aktienmärkten noch dem Dollar helfen. Wobei man natürlich einwenden kann, dass ein derartiges Steuergeschenk nicht so schnell umgesetzt werden kann, zumal es auch noch einem nach den Midterm-Wahlen am 6. November neu gewählten Kongress vorgelegt werden müsste.
Und dann kam auch noch Italien hinzu. Als unbedarfter Beobachter hätte man fast einen Schreck bekommen müssen, als Eilmeldungen über den Ticker liefen und man in einer mentalen „Schnellaufnahme“ nur das Satzfragment „noch nie da gewesen“ aufschnappen konnte. Gemeint war die erstmals ausgesprochene, offizielle Aufforderung der EU-Kommission an eines ihrer Mitglieder, nämlich Italien, die Ausgabenpläne zu überarbeiten. Denn nach Ansicht der Kommission sind die Erläuterungen Italiens zum Haushaltsentwurf alles andere als überzeugend. Allerdings hatten Anleihe- und Devisenhändler Derartiges schon längst erwartet, so dass die Reaktionen auf die offizielle Zurückweisung des italienischen Haushalts überschaubar blieben. So legte der Renditevorsprung zehnjähriger italienischer Staatsanleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen mit ähnlicher Laufzeit zwar etwas zu, blieb aber am Ende mit rund 315 Basispunkten in der Nähe des Eröffnungsniveaus vom Wochenanfang. Und auch der Euro gab nur ganz wenig nach. Nun könnte man natürlich einwenden, dass der Dollar gleichzeitig vor allem wegen der sinkenden Renditen von US-Staatsanleihen unter Druck geraten war. Aber dies erklärt nicht den eigentlichen Sachverhalt.
Vielmehr muss man sich die Frage stellen, wie der Markt derzeit positioniert ist. Ein Indiz dafür könnte die Entwicklung der spekulativen Euro-Positionierungen an den Chicagoer Futures-Märkten sein. Jene sind nämlich nach dem jüngsten CFTC-Bericht vom vergangenen Freitag per 16. Oktober netto auf der Short-Seite zu finden gewesen. Zwar sind diese Positionen nicht riesengroß, aber immerhin so hoch wie zuletzt im März 2017. Auch wenn diese Erhebung schon eine Woche alt und auch nicht für den Gesamtmarkt repräsentativ sein mag, zeichnet sie dennoch ein gewisses Stimmungsbild. Und wie es aussieht, hat sich dieses Bild seit drei Wochen gegen den Euro entwickelt. Da es jedoch auf der anderen Seite keine allzu großen Schieflagen im Markt geben dürfte, bleibt es bei eher kurzfristigen Engagements. Und dies dürfte auch einer der Gründe sein, warum der Euro zwar angeschlagen aussieht, aber keine Abwärtsdynamik entwickelt. Das Risiko reicht derzeit bis 1,1380 (darunter 1,1280), aber bereits mit Überschreiten von 1,1545/50 wäre diese Gefahr mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder gebannt. Überdies können wir unserem nach Ansätzen der Behavioral Finance entwickelten Modell entnehmen, dass der durchschnittliche Einstandspreis mittelfristig orientierter Akteure derzeit mit rund 1,1565 nicht viel höher liegt. Mit anderen Worten: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Abwärtstrend in eine Seitwärtsbewegung mündet, ist derzeit nicht gering.

USD

EUR USD (1,1460)

Es gab gestern vieles, was dem Euro hätte zusetzen können. Allein die starken Kursrückgänge an den globalen Aktienmärkten hätten unter dem Stichwort „Risikoaversion“ nach gängiger Lesart zu erhöhtem Druck auf den Euro führen können, wenn nicht sogar müssen. Auch ein von US-Präsident Donald Trump angekündigtes Steuersenkungsprogramm für den US-amerikanischen Mittelstand in Höhe von 10 Prozent konnte gestern weder den angeschlagenen Aktienmärkten noch dem Dollar helfen. Wobei man natürlich einwenden kann, dass ein derartiges Steuergeschenk nicht so schnell umgesetzt werden kann, zumal es auch noch einem nach den Midterm-Wahlen am 6. November neu gewählten Kongress vorgelegt werden müsste.
Und dann kam auch noch Italien hinzu. Als unbedarfter Beobachter hätte man fast einen Schreck bekommen müssen, als Eilmeldungen über den Ticker liefen und man in einer mentalen „Schnellaufnahme“ nur das Satzfragment „noch nie da gewesen“ aufschnappen konnte. Gemeint war die erstmals ausgesprochene, offizielle Aufforderung der EU-Kommission an eines ihrer Mitglieder, nämlich Italien, die Ausgabenpläne zu überarbeiten. Denn nach Ansicht der Kommission sind die Erläuterungen Italiens zum Haushaltsentwurf alles andere als überzeugend. Allerdings hatten Anleihe- und Devisenhändler Derartiges schon längst erwartet, so dass die Reaktionen auf die offizielle Zurückweisung des italienischen Haushalts überschaubar blieben. So legte der Renditevorsprung zehnjähriger italienischer Staatsanleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen mit ähnlicher Laufzeit zwar etwas zu, blieb aber am Ende mit rund 315 Basispunkten in der Nähe des Eröffnungsniveaus vom Wochenanfang. Und auch der Euro gab nur ganz wenig nach. Nun könnte man natürlich einwenden, dass der Dollar gleichzeitig vor allem wegen der sinkenden Renditen von US-Staatsanleihen unter Druck geraten war. Aber dies erklärt nicht den eigentlichen Sachverhalt.
Vielmehr muss man sich die Frage stellen, wie der Markt derzeit positioniert ist. Ein Indiz dafür könnte die Entwicklung der spekulativen Euro-Positionierungen an den Chicagoer Futures-Märkten sein. Jene sind nämlich nach dem jüngsten CFTC-Bericht vom vergangenen Freitag per 16. Oktober netto auf der Short-Seite zu finden gewesen. Zwar sind diese Positionen nicht riesengroß, aber immerhin so hoch wie zuletzt im März 2017. Auch wenn diese Erhebung schon eine Woche alt und auch nicht für den Gesamtmarkt repräsentativ sein mag, zeichnet sie dennoch ein gewisses Stimmungsbild. Und wie es aussieht, hat sich dieses Bild seit drei Wochen gegen den Euro entwickelt. Da es jedoch auf der anderen Seite keine allzu großen Schieflagen im Markt geben dürfte, bleibt es bei eher kurzfristigen Engagements. Und dies dürfte auch einer der Gründe sein, warum der Euro zwar angeschlagen aussieht, aber keine Abwärtsdynamik entwickelt. Das Risiko reicht derzeit bis 1,1380 (darunter 1,1280), aber bereits mit Überschreiten von 1,1545/50 wäre diese Gefahr mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder gebannt. Überdies können wir unserem nach Ansätzen der Behavioral Finance entwickelten Modell entnehmen, dass der durchschnittliche Einstandspreis mittelfristig orientierter Akteure derzeit mit rund 1,1565 nicht viel höher liegt. Mit anderen Worten: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Abwärtstrend in eine Seitwärtsbewegung mündet, ist derzeit nicht gering.

GBP

EUR GBP (0,8835)

Gestern sah es zunächst so aus, als ob die EU Theresa May einen Rettungsring zugeworfen hätte. Denn die unter Druck geratene Premierministerin hat vor allen Dingen innerhalb der eigenen Partei zu kämpfen. Schenkt man Medienberichten Glauben, wäre die EU offenbar dazu bereit, eine Zollvereinbarung mit Großbritannien abzuschließen, die für das gesamte Vereinigte Königreich gelten soll. Damit würde die EU zumindest wieder Bewegung in die Brexit-Verhandlungen bringen, die wegen dieses Streitpunkts zuletzt ins Stocken geraten waren. Der Haken: Allerdings könnte das Angebot dem Vernehmen nach nicht Bestandteil des Brexit-Abkommens sein, sondern müsste in einem separaten Vertrag festgeschrieben werden. Und so dauerte es auch nicht lange, bis dieses auf den ersten Blick positiv aussehende EU-Angebot von einem Sprecher Theresa Mays umgehend abgelehnt wurde. Ohnehin scheint fraglich, ob sich dafür eine Mehrheit im britischen Unterhaus finden würde. Und so musste Sterling seinen anfänglichen Tagesgewinn gegenüber dem Euro wieder komplett aufgeben. Denn die Hoffnung auf einen schnellen Ausweg aus der Zollproblematik Großbritanniens mit der EU hatte sich im Nu zerschlagen. In diesem Zusammenhang hatte der Euro gestern immerhin auf zutiefst 0,8790 nachgegeben, konnte sich aber wieder vollständig erholen. Die Gemeinschaftswährung bleibt damit in gestärkter Position, aber ihr Potenzial reicht derzeit allerdings nur bis 0,8890. In diesem Zusammenhang heben wir den Punkt, der an der Unterseite nicht unterlaufen werden darf, auf 0,8790 an.

CHF

EUR CHF (1,1415)

In Zeiten allgemeiner Risikoaversion gibt es normalerweise zwei Valuten, die besonders profitieren. Die eine ist der japanische Yen, der sich gestern nicht nur gegenüber dem Euro temporär deutlich befestigte. Die andere Währung ist bekanntermaßen der Schweizer Franken. Aber die Kursgewinne blieben gegenüber dem Euro überschaubar. Letzterer bewegt sich nämlich weiterhin in einer Konsolidierungszone zwischen 1,1360 und 1,1490. Dabei sieht die gestern noch schwach wirkende Unterseite nunmehr etwas robuster aus.

PLN

EUR PLN (4,2930)

Obgleich die Arbeitslosenquote Polens mit 5,7 Prozent im September etwas hinter den Erwartungen der Ökonomen zurückblieb, zeigte sich der Zloty auch gestern impulslos. Daher bewegt sich der Euro nach wie vor – mittlerweile seit Anfang September – und zuletzt trendlos in seiner Konsolidierungszone zwischen 4,2650 und 4,3400/20.


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