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Sep 17, 2018 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Moody's liefert neuen Brexit-Zündstoff

USD

EUR USD (1,1630)

Nachdem tags zuvor die Notenbanken der Türkei und Russland kräftige Zinserhöhungen vorgenommen hatten, stand Freitag früh zunächst wieder die Schwellenländerkrise im Mittelpunkt des Handelsgeschehens – diesmal allerdings mit positiven Auslegungen. Dann beschäftigte sich der Handel aber wieder schnell mit anderen Themen, darunter die relativ bescheidenen Euroland-Konjunkturdaten, die am Vormittag veröffentlicht wurden. Sie wirkten auf manche Akteure bestätigend, da sich derzeit immer mehr Wachstumssorgen in Deutschland und Frankreich breitmachen. Am Nachmittag kamen, für den Euro belastend, auch noch per Saldo positive US-Fundamentaldaten hinzu. Den schwachen Tagesverlauf der Gemeinschaftswährung einzig mit den zuvor genannten Faktoren zu erklären wäre jedoch vermutlich nicht ausreichend. Eine gewisse Enttäuschung ging im Handel sicherlich auch von der Ereignislosigkeit bei den EZB- bzw. BoE-Zinssitzungen des vorangegangenen Tages aus. Von diesen Terminen hatten sich Akteure deutlich mehr Impulse erhofft. Zumindest hatten Kommentatoren im Vorfeld entsprechend Appetit auf die beiden Notenbanktreffen gemacht. Auch der in anderthalb Wochen in den USA anstehende Zinsentscheid der Fed dürfte keine Überraschungen bergen. Eine Zinserhöhung ist von Händlern längst eingepreist und wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch kommen.
Offen ist hingegen, was US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit mit China vorhat. Offenbar plant er trotz anstehender Gespräche an den von ihm angekündigten zusätzlichen Zöllen festhalten zu wollen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete in diesem Zusammenhang, Trump habe Mitarbeiter angewiesen, Strafzölle auf den Import chinesischer Waren im Volumen von 200 Milliarden US-Dollar einzuleiten. Damit bleibt weiterhin Trump und weniger die Notenbankpolitik der größte Unsicherheits- bzw. Überraschungsfaktor für die Finanzmärkte. Der Euro tat sich am Freitag schwer, seinen übergeordneten Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Tatsächlich könnte der nächste Anlauf bis 1,1750/60 oder gar 1,1850 reichen. Dazu darf die 1,1555er Marke aber nicht unterschritten werden.

USD

USD CHF (0,9675)

Die US-Verbraucherstimmung konnte am Freitag überzeugen. Fed-Präsident Charles Evans zeigte sich zufrieden. Er unterstrich nochmals, die US-Wirtschaft würde „auf allen Zylindern laufen“ und wiederholte in diesem Zusammenhang seine Einschätzung, die Notenbank werde angesichts des deutlichen Wirtschaftsaufschwungs ihre Zinserhöhungsserie fortsetzen. Der USD setzte daraufhin zu einer Erholung im laufenden Abwärtstrend an, innerhalb von dessen Verlauf eine kurzfristige Konsolidierung zwischen 0,9630 und 0,9755 als plausibles Szenario erscheint.

GBP

EUR USD (1,1630)

Nachdem tags zuvor die Notenbanken der Türkei und Russland kräftige Zinserhöhungen vorgenommen hatten, stand Freitag früh zunächst wieder die Schwellenländerkrise im Mittelpunkt des Handelsgeschehens – diesmal allerdings mit positiven Auslegungen. Dann beschäftigte sich der Handel aber wieder schnell mit anderen Themen, darunter die relativ bescheidenen Euroland-Konjunkturdaten, die am Vormittag veröffentlicht wurden. Sie wirkten auf manche Akteure bestätigend, da sich derzeit immer mehr Wachstumssorgen in Deutschland und Frankreich breitmachen. Am Nachmittag kamen, für den Euro belastend, auch noch per Saldo positive US-Fundamentaldaten hinzu. Den schwachen Tagesverlauf der Gemeinschaftswährung einzig mit den zuvor genannten Faktoren zu erklären wäre jedoch vermutlich nicht ausreichend. Eine gewisse Enttäuschung ging im Handel sicherlich auch von der Ereignislosigkeit bei den EZB- bzw. BoE-Zinssitzungen des vorangegangenen Tages aus. Von diesen Terminen hatten sich Akteure deutlich mehr Impulse erhofft. Zumindest hatten Kommentatoren im Vorfeld entsprechend Appetit auf die beiden Notenbanktreffen gemacht. Auch der in anderthalb Wochen in den USA anstehende Zinsentscheid der Fed dürfte keine Überraschungen bergen. Eine Zinserhöhung ist von Händlern längst eingepreist und wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch kommen.
Offen ist hingegen, was US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit mit China vorhat. Offenbar plant er trotz anstehender Gespräche an den von ihm angekündigten zusätzlichen Zöllen festhalten zu wollen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete in diesem Zusammenhang, Trump habe Mitarbeiter angewiesen, Strafzölle auf den Import chinesischer Waren im Volumen von 200 Milliarden US-Dollar einzuleiten. Damit bleibt weiterhin Trump und weniger die Notenbankpolitik der größte Unsicherheits- bzw. Überraschungsfaktor für die Finanzmärkte. Der Euro tat sich am Freitag schwer, seinen übergeordneten Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Tatsächlich könnte der nächste Anlauf bis 1,1750/60 oder gar 1,1850 reichen. Dazu darf die 1,1555er Marke aber nicht unterschritten werden.

EUR

EUR CHF (1,1255)

Der Mangel an Schweizer Konjunkturdaten und ein insgesamt wieder etwas beruhigter Umgang mit der Schwellenländerkrise hätte am Freitag eigentlich zu einem ausgeglichenen Handel führen müssen. Dennoch wurde der Euro vom Franken unter Druck gesetzt und genau bis auf das kurzfristig kritische Niveau von 1,1240 gepresst. Solange diese Marke hält, bleibt die Gemeinschaftswährung im größeren Bild innerhalb einer breiten Seitwärtszone zwischen 1,1180 und 1,1410.

PLN

EUR PLN (4,3040)

Die polnische Kerninflation traf am Freitag zwar nicht exakt die Markterwartungen – sie lag im August mit 0,9 Prozent (ggü. dem Vorjahr) um 0,1 Prozentpunkte über der Konsensschätzung. Zu Positionsumschichtungen im Zloty hat dies vor dem Wochenende aber nicht geführt. Somit bleibt die jüngste Konsolidierung, die zwischen 4,2600 und 4,3420 verläuft, auch weiterhin erhalten.

CZK

EUR CZK (25,46)

Marktteilnehmer rechnen fest damit, dass die Tschechische Nationalbank bei ihrer nächsten Sitzung am 26. September an der Zinsschraube drehen wird. Die Erwartung einer Zinsanhebung ist auch am Wechselkurs ablesbar. Die Krone stieg zum Euro auf das höchste Niveau seit Mitte Mai. Der Euro hat dem Ganzen derzeit wenig entgegenzusetzen. Weitere Kursverluste bis 25,40 oder gar bis zum April-Tief (25,24) sind wahrscheinlich. Reichlich Angebot, das einer kurzfristige Stabilisierung im Wege steht, findet sich bis 25,62.


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