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Jun 27, 2018 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

EUR USD (1,1660)

Was ist dran an den Erwägungen des US-Finanzministeriums, chinesischen Investoren den Kauf bestimmter US-Technologieunternehmen ab einer Größenordnung von 25 Prozent zu versagen? Wir erinnern uns an Montagabend, als Finanzminister Steven Mnuchin eine derartige Meldung als sogenannte „Fake News“ klassifizierte, aber nur um im selben Atemzug den Kreis der Betroffenen noch zu erweitern: Die Maßnahme solle, so Mnuchin, für alle Staaten gelten, die versuchen würden, US-Technologie zu stehlen. Als es schließlich dann mit den Börsenkursen bergab ging, meldete sich der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Peter Navarro, via CNBC zu Wort. Dort äußerte er in einem Interview, es gebe keine Pläne, Investitionen von Unternehmen zu beschränken. Aber es gehe darum, US-Technologie zu verteidigen, wenn sie bedroht würde, so Navarro. Bis dahin also ein glatter Widerspruch zu dem, was der Finanzminister Stunden zuvor geäußert hatte. Man muss das Interview mit dem TV-Sender CNBC schon ganz genau verfolgen, wenn man diesen Widerspruch nicht stehen lassen will. Denn tatsächlich möchte die US-Regierung am Freitag Pläne vorstellen, wie sich geistiges Eigentum von US-Unternehmen besser schützen lässt. Pläne, denen bestimmte Untersuchungen zugrunde liegen, die sich laut Navarro interessanterweise in erster Linie auf China beziehen. Kein Wunder, dass einige Kommentatoren diese losen Enden zusammengebunden und zu dem Schluss gelangt sind, dass sich etwaige Investment¬beschränkungen für ausländische Unternehmen in den USA gegen China richten würden. Obwohl dies Navarro explizit in dem CNBC-Interview so nie gesagt hatte. Andernorts wiederum gab es nicht wenige, die den plötzlichen Auftritt Navarros auf den deutlichen Rückgang des US-Aktienmarktes zurückführten. Denn der Wirtschaftsberater verwies am Montag mit Nachdruck auf das, was die USA mittlerweile ökonomisch erreicht hätten, unter anderem auf das blendende Wirtschaftswachstum. Als ob die Märkte nur etwas überreagiert hätten. Zumindest ist eines deutlich geworden: Die US-Administration scheint bereits auf sinkende Börsenkurse in einer Größenordnung von 2-3 Prozent nervös zu reagieren.
Dem ganzen Wirrwarr setzte gestern Nacht US-Präsident Donald Trump noch die Krone auf, der laut eines Berichts des „Wall Street Journal“ anscheinend von neuen Instrumenten zur Begrenzung chinesischer Investments bei US-Technologieunternehmen Abstand nehmen möchte. Stattdessen möchte Trump ein Gesetz aus dem Jahre 1988 vom Kongress überarbeiten lassen, wonach ein Regierungsausschuss jeweils über geplante ausländische Investments in den USA entscheiden würde.
Während Devisenhändler in Sachen Euro auch gestern bestenfalls temporär Zeichen von Risikoaversion zeigten, richtete man hier und da den Blick auf die Währung Chinas. Denn der Yuan hat während der vergangenen beiden Wochen gegenüber dem US-Dollar mehr als 3 Prozent an Wert verloren – die Zentralbank Chinas ermittelte gegenüber dem Greenback heute früh den niedrigsten Kurs seit Dezember vergangenen Jahres. Mancherorts wird bereits darüber spekuliert, ob die Zentralbank den Yuan als Reaktion auf die jüngsten Drohungen Donald Trumps, Importzölle auf weitere chinesische Waren zu erheben, abwerten lasse. Unterdessen ist der Euro kurz vor seinem ersten größeren Widerstand bei 1,1725/30 gestern umgedreht und liegt nun wieder etwa in der Mitte seiner Konsolidierungszone zwischen 1,1505 und 1,1850/55. Die Gemeinschaftswährung bleibt übrigens stabil, solange sie sich oberhalb von 1,1585 bewegt.

USD

EUR GBP (0,8810)

Im Geldpolitischen Ausschuss der Bank of England steht ein Personalwechsel an. Die Rede ist von Jonathan Haskel, der im September den Platz von Ian McCafferty einnehmen wird. Welche geldpolitische Position man von Haskel erwarten kann, wurde in dessen gestriger Anhörung vor dem Finanzausschuss des Unterhauses deutlich. Im Gegensatz zu McCafferty, der als geldpolitischer Falke zu den drei Abweichlern bei der jüngsten Sitzung der BoE gehörte, scheint Haskel eine geldpolitische Taube zu sein. Denn im Laufe der Anhörung zeichnete sich ab, dass Haskel Gefahren sieht, falls die Bank die Zinsen zu schnell anheben sollte. Aber nicht nur das. So sieht das neue Ausschussmitglied für die BoE sogar Spielraum, die Zinsen zu senken, falls es zu einem konjunkturellen Abschwung in Großbritannien kommen sollte. Mit anderen Worten: Der Falke McCafferty wird durch eine extreme Taube ersetzt – aber erst am 1. September. Zuvor wird jedoch im August noch eine wichtige geldpolitische Sitzung mit McCafferty stattfinden, wobei der Markt gestern die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte mit 65 Prozent bewertete. Unterdessen bewegt sich die Gemeinschaftswährung immer noch in ihrer Konsolidierungszone zwischen 0,8690 und 0,8840.

GBP

EUR USD (1,1660)

Was ist dran an den Erwägungen des US-Finanzministeriums, chinesischen Investoren den Kauf bestimmter US-Technologieunternehmen ab einer Größenordnung von 25 Prozent zu versagen? Wir erinnern uns an Montagabend, als Finanzminister Steven Mnuchin eine derartige Meldung als sogenannte „Fake News“ klassifizierte, aber nur um im selben Atemzug den Kreis der Betroffenen noch zu erweitern: Die Maßnahme solle, so Mnuchin, für alle Staaten gelten, die versuchen würden, US-Technologie zu stehlen. Als es schließlich dann mit den Börsenkursen bergab ging, meldete sich der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Peter Navarro, via CNBC zu Wort. Dort äußerte er in einem Interview, es gebe keine Pläne, Investitionen von Unternehmen zu beschränken. Aber es gehe darum, US-Technologie zu verteidigen, wenn sie bedroht würde, so Navarro. Bis dahin also ein glatter Widerspruch zu dem, was der Finanzminister Stunden zuvor geäußert hatte. Man muss das Interview mit dem TV-Sender CNBC schon ganz genau verfolgen, wenn man diesen Widerspruch nicht stehen lassen will. Denn tatsächlich möchte die US-Regierung am Freitag Pläne vorstellen, wie sich geistiges Eigentum von US-Unternehmen besser schützen lässt. Pläne, denen bestimmte Untersuchungen zugrunde liegen, die sich laut Navarro interessanterweise in erster Linie auf China beziehen. Kein Wunder, dass einige Kommentatoren diese losen Enden zusammengebunden und zu dem Schluss gelangt sind, dass sich etwaige Investment¬beschränkungen für ausländische Unternehmen in den USA gegen China richten würden. Obwohl dies Navarro explizit in dem CNBC-Interview so nie gesagt hatte. Andernorts wiederum gab es nicht wenige, die den plötzlichen Auftritt Navarros auf den deutlichen Rückgang des US-Aktienmarktes zurückführten. Denn der Wirtschaftsberater verwies am Montag mit Nachdruck auf das, was die USA mittlerweile ökonomisch erreicht hätten, unter anderem auf das blendende Wirtschaftswachstum. Als ob die Märkte nur etwas überreagiert hätten. Zumindest ist eines deutlich geworden: Die US-Administration scheint bereits auf sinkende Börsenkurse in einer Größenordnung von 2-3 Prozent nervös zu reagieren.
Dem ganzen Wirrwarr setzte gestern Nacht US-Präsident Donald Trump noch die Krone auf, der laut eines Berichts des „Wall Street Journal“ anscheinend von neuen Instrumenten zur Begrenzung chinesischer Investments bei US-Technologieunternehmen Abstand nehmen möchte. Stattdessen möchte Trump ein Gesetz aus dem Jahre 1988 vom Kongress überarbeiten lassen, wonach ein Regierungsausschuss jeweils über geplante ausländische Investments in den USA entscheiden würde.
Während Devisenhändler in Sachen Euro auch gestern bestenfalls temporär Zeichen von Risikoaversion zeigten, richtete man hier und da den Blick auf die Währung Chinas. Denn der Yuan hat während der vergangenen beiden Wochen gegenüber dem US-Dollar mehr als 3 Prozent an Wert verloren – die Zentralbank Chinas ermittelte gegenüber dem Greenback heute früh den niedrigsten Kurs seit Dezember vergangenen Jahres. Mancherorts wird bereits darüber spekuliert, ob die Zentralbank den Yuan als Reaktion auf die jüngsten Drohungen Donald Trumps, Importzölle auf weitere chinesische Waren zu erheben, abwerten lasse. Unterdessen ist der Euro kurz vor seinem ersten größeren Widerstand bei 1,1725/30 gestern umgedreht und liegt nun wieder etwa in der Mitte seiner Konsolidierungszone zwischen 1,1505 und 1,1850/55. Die Gemeinschaftswährung bleibt übrigens stabil, solange sie sich oberhalb von 1,1585 bewegt.

EUR

EUR CHF (1,1555)

Es scheint, als sei der Euro innerhalb der Marken 1,1475 und 1,1565 regelrecht eingeklemmt. Zumindest ist es der Gemeinschaftswährung während der europäischen Handelssitzung gestern nicht gelungen, den wichtigen Widerstand bei 1,1565 zu durchbrechen, um damit den Abwärtstrend endlich zu beenden und die Oberseite zunächst in Richtung 1,1655 zu eröffnen.


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