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Wöchentliche Marktberichte

Apr 25, 2018 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Schweigeperiode

USD

EUR USD (1,2225)

Wachstumsdelle oder Trendwende bei der Euroland-Konjunktur? Die vorgestrigen Einkaufsmanagerindices fielen eigentlich so ordentlich aus, dass man eher zur Delle tendieren sollte. Dennoch haben die Marktteilnehmer gestern eine Art Bestätigung vom deutschen Ifo-Geschäftsklimaindex erwartet, der dann tatsächlich schlechter als erwartet ausgefallen war. Vor allen Dingen, was die künftigen Konjunktureinschätzungen angeht. Allerdings darf dabei nicht vergessen werden, dass die Zeitreihe des Index statistisch neu angepasst werden musste und somit ohnehin nach unten gedrückt wurde. Nicht umsonst markierte der Euro bei Veröffentlichung dieses Datums den tiefsten Kurs des Tages. Unterdessen gab es aus den USA besser als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten – zu den wichtigeren gehörten die Neubauverkäufe und das Verbrauchervertrauen, das ebenfalls überzeugte. Und nicht zu vergessen: Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen hat endlich die 3-Prozent-Marke berührt, aber längst nicht deutlich überwunden. Ganz nebenbei bemerkt: Für die Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank hat die Schweigeperiode begonnen, denn in der kommenden Woche endet am 2. Mai die nächste Fed-Sitzung, die offenbar – möglicherweise auch weil keine Pressekonferenz vorgesehen ist – ziemlich in Vergessenheit geraten zu sein scheint.
Für viele Akteure stellte sich unterdessen die Frage, ob es sich bei der jüngsten Dollarstärke nur um ein vorübergehendes Phänomen oder bereits eine beginnende Umkehr des seit Anfang 2017 bestehenden Abwärtstrends handeln könnte. Die Positionierungen der CFTC – vor einer Woche wurde dort hinsichtlich der Euro-Futures in Chicago ein Rekord an Long-Positionen notiert – könnten zumindest ein Indiz dafür sein, dass hier eiligst Positionen glattgestellt werden mussten und so beim US-Dollar eine Shortsqueeze ausgelöst hatten. Um vorgenannte Frage endgültig zu beantworten, müsste der Euro jedoch ohnehin erst einmal aus seiner Konsolidierungszone zwischen 1,2155/65 und 1,2555 heraustreten, wobei ein Bruch des mittelfristigen Aufwärtstrends ohnehin erst unterhalb von 1,2070 möglich wäre.

USD

USD CHF (0,9805)

Ohne wesentlich neue Erkenntnisse, aber getrieben durch positive Wirtschaftsdaten konnte der US-Dollar seinen Aufwärtstrend auch den sechsten Handelstag hintereinander fortsetzen und hat nun endlich unser ursprüngliches Ziel bei 0,9800 erreicht und überwunden. Nunmehr ist eine weitere Trendfortsetzung in Richtung 0,9845 möglich, jenseits davon auch im Rahmen einer kurzfristigen Überhitzung auf 0,9420. Das Ganze nunmehr unter der Voraussetzung, dass unsere erste Unterstützung bei 0,9690 nicht verletzt wird.

GBP

EUR GBP (0,8740)

Eine gestern veröffentlichte Umfrage des Branchenverbandes CBI (Confederation of British Industry) zeigt: Die Erwartungen der britischen Industrie bezüglich der Auftragseingänge sind mit einem Stand von +4 gerade noch leicht optimistisch ausgefallen und haben die Erwartungen erfüllt. Obgleich der Auftragseingang (vor allen Dingen gestützt durch den Export) in den vergangenen drei Monaten ordentlich aussah, ist der zuletzt festgestellte Optimismus hinsichtlich der künftigen Geschäftsentwicklung sogar in leichten Pessimismus umgeschlagen. All diese Faktoren haben sich jedoch nicht im Kurs des Euro gegenüber Pfund Sterling niedergeschlagen, der gestern eine Handelsspanne von nicht einmal 30 Stellen produzierte. Für den Euro bleibt die Ausgangslage unverändert stabil, wobei sich oberhalb von 0,8800 ein neuer kurzfristiger Aufwärtstrend in Richtung 0,8965 eröffnen würde.

CHF

EUR CHF (1,1980)

Zurecht hatten wir geargwöhnt, dass der leichte Abverkauf des Euro gegenüber dem Franken nur vorübergehender Natur sein würde. Allerdings ist nicht ganz klar, ob der niedriger als erwartet ausgefallene Handelsbilanzüberschuss der Schweiz zum Wiedererstarken der Gemeinschaftswährung beigetragen hat. Deren Weg weist mittlerweile sogar ein bisschen höher in Richtung 1,2035 und darüber immer noch bis 1,2080. In diesem Zusammenhang darf nunmehr 1,1905 nicht mehr verletzt werden.

PLN

EUR PLN (4,2070)

Der Euro hat sich zwar gestern noch etwas befestigen können, zeigt aber bislang nur einen einzigen Aufwärtsimpuls, der aktuell für einen entsprechenden Trend nicht ausreicht. Dennoch: Der Euro bleibt in einer stabilen Umgebung, solange 4,1810 nicht unterlaufen wird.

CZK

EUR CZK (25,44)

Die Entwicklung der vergangenen Tage mag dem Mitglied des Geldpolitischen Rates der Tschechischen Nationalbank, Marek Mora, Recht geben, dass die Krone für seinen Geschmack nicht genug aufgewertet hat. Auf der anderen Seite würde, so der Zentralbanker, sofern dieser Trend sich fortsetzen sollte, ceteris paribus, Spielraum für eine Zinserhöhung entstehen. Unterdessen hat der Euro gegenüber der Krone eine ähnliche Entwicklung wie im Verhältnis zum Zloty durchgemacht: Er zeigt sich zwar ausgesprochen stabil, bewegt sich aber immer noch innerhalb einer seitwärts gerichteten Entwicklung, die an der Oberseite bis 25,56 reicht. Die Stabilität bleibt jedenfalls erhalten, solange 25,32 nicht unterlaufen wird.


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