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Wöchentliche Marktberichte

Mrz 22, 2018 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

EUR USD (1,2340)

Für einen Moment lang sah es gestern so aus, als könne die Sitzung der US-Notenbank den Naturgewalten zum Opfer fallen. Denn Washington wurde am Vormittag (Ortszeit) von einem weiteren Schneesturm heimgesucht, der bereits für einige Schließungen bei den öffentlichen Einrichtungen gesorgt hatte. Aber, Gott sei Dank, ist es nicht zu einer Verschiebung dieses wichtigen Ereignisses gekommen. Dass die Fed einstimmig die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf eine Zielzone von nunmehr 1,5-1,75 Prozent anheben würde, dürfte wohl niemanden mehr überrascht haben. Und deswegen richtete sich das Interesse der Händler auf die neuen ökonomischen Projektionen der Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) hinsichtlich Wachstum und Inflation und auf die daraus erwachsenden Zinsprognosen, die sogenannten Dot Plots. Diesbezüglich dürfte es tatsächlich mancherorts eine kleine Enttäuschung gegeben haben, denn die Median-Prognosen des Offenmarktausschusses sehen nach wie vor nur drei Zinserhöhungen für das laufende Jahr,aber immerhin für 2019 drei Zinsschritte vor – im Dezember hatte man für das kommende Jahr nur zwei Schritte prognostiziert. Per Saldo sieht die Notenbank für das Jahr 2020 einen Anstieg des Mittelpunktes der Leitzins-Zielzone von vormals 3,1 auf nunmehr 3,4 Prozent.
Das Bruttoinlandsprodukt sehen die Fed-Vertreter indes moderat wachsen – die Prognosen wurden diesbezüglich für die Jahre 2018 und 2019 um 0,2 bzw. 0,3 Prozent auf 2,7 bzw. 2,4 Prozent angehoben, während die Vorhersage für 2020 unverändert bei 2,0 Prozent Wachstum belassen wurde. Hinsichtlich der Inflation (PCE) wurden die Vorhersagen im Mittel lediglich für das kommende Jahr und 2020 um 0,1 Prozent erhöht.
In einer ersten Reaktion machte sich unter den Devisenhändlern eine gewisse Ernüchterung breit, da der Dollar einen Rücksetzer hinnehmen musste und der Euro in der Folge deutlich anzog. Am Ende dürfte die gestrige Sitzung von dem einen oder anderen Marktteilnehmer weniger falkenhaft als gedacht, möglicherweise gar als taubenhaft wahrgenommen worden sein. Das CME FedWatch Tool zeigt unterdessen nur noch eine auf rund 34 Prozent (vor der Fed-Sitzung noch ca. 40 Prozent) gesunkene implizite Wahrscheinlichkeit für vier Zinsschritte noch im Jahr 2018 an. Aber der Euro geht gestärkt aus der anfänglichen Schwächephase des gestrigen Handelstages hervor und liegt nun ziemlich genau wieder in der Mitte seiner Konsolidierungszone zwischen 1,2155 und 1,2555.

USD

EUR USD (1,2340)

Für einen Moment lang sah es gestern so aus, als könne die Sitzung der US-Notenbank den Naturgewalten zum Opfer fallen. Denn Washington wurde am Vormittag (Ortszeit) von einem weiteren Schneesturm heimgesucht, der bereits für einige Schließungen bei den öffentlichen Einrichtungen gesorgt hatte. Aber, Gott sei Dank, ist es nicht zu einer Verschiebung dieses wichtigen Ereignisses gekommen. Dass die Fed einstimmig die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf eine Zielzone von nunmehr 1,5-1,75 Prozent anheben würde, dürfte wohl niemanden mehr überrascht haben. Und deswegen richtete sich das Interesse der Händler auf die neuen ökonomischen Projektionen der Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) hinsichtlich Wachstum und Inflation und auf die daraus erwachsenden Zinsprognosen, die sogenannten Dot Plots. Diesbezüglich dürfte es tatsächlich mancherorts eine kleine Enttäuschung gegeben haben, denn die Median-Prognosen des Offenmarktausschusses sehen nach wie vor nur drei Zinserhöhungen für das laufende Jahr,aber immerhin für 2019 drei Zinsschritte vor – im Dezember hatte man für das kommende Jahr nur zwei Schritte prognostiziert. Per Saldo sieht die Notenbank für das Jahr 2020 einen Anstieg des Mittelpunktes der Leitzins-Zielzone von vormals 3,1 auf nunmehr 3,4 Prozent.
Das Bruttoinlandsprodukt sehen die Fed-Vertreter indes moderat wachsen – die Prognosen wurden diesbezüglich für die Jahre 2018 und 2019 um 0,2 bzw. 0,3 Prozent auf 2,7 bzw. 2,4 Prozent angehoben, während die Vorhersage für 2020 unverändert bei 2,0 Prozent Wachstum belassen wurde. Hinsichtlich der Inflation (PCE) wurden die Vorhersagen im Mittel lediglich für das kommende Jahr und 2020 um 0,1 Prozent erhöht.
In einer ersten Reaktion machte sich unter den Devisenhändlern eine gewisse Ernüchterung breit, da der Dollar einen Rücksetzer hinnehmen musste und der Euro in der Folge deutlich anzog. Am Ende dürfte die gestrige Sitzung von dem einen oder anderen Marktteilnehmer weniger falkenhaft als gedacht, möglicherweise gar als taubenhaft wahrgenommen worden sein. Das CME FedWatch Tool zeigt unterdessen nur noch eine auf rund 34 Prozent (vor der Fed-Sitzung noch ca. 40 Prozent) gesunkene implizite Wahrscheinlichkeit für vier Zinsschritte noch im Jahr 2018 an. Aber der Euro geht gestärkt aus der anfänglichen Schwächephase des gestrigen Handelstages hervor und liegt nun ziemlich genau wieder in der Mitte seiner Konsolidierungszone zwischen 1,2155 und 1,2555.

USD

USD CHF (0,9475)

Dass die Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank die Akteure ein wenig enttäuscht haben mag, wird am US-Dollar sichtbar, der nicht nur gegenüber dem Franken einen ordentlichen Rücksetzer hinnehmen musste. Gut möglich, dass auch die ein oder andere Long-Positionierung aufgelöst werden musste. Dennoch bleibt die Reaktion überschaubar, so dass wir nach wie vor Kursgewinne in Richtung 0,9625 erwarten; dies aber nur unter der Voraussetzung, dass im Falle von weiteren Rücksetzern nunmehr 0,9450 nicht mehr unterlaufen wird.

GBP

EUR GBP (0,8725)

In Großbritannien gab es gestern doch einige überraschende Inflationsdaten. So waren etwa die durchschnittlichen Stundenlöhne der drei Monate bis einschließlich Januar mit einem Plus von 2,8 Prozent nicht nur stärker als erwartet (+2,6) gestiegen. Vielmehr waren die Löhne so stark wie in beinahe zweieinhalb Jahren nicht mehr gestiegen. Aber auch der Arbeitsmarkt machte von sich reden. Denn die Beschäftigung fiel fast doppelt so stark wie von den Ökonomen im Median erwartet aus. In Kombination mit dem anvisierten Übergangs-Deal für die Zeit nach dem Brexit, der nicht nur den Unternehmen mehr Planungssicherheit geben soll, haben sich auch die impliziten Wahrscheinlichkeiten für eine Zinserhöhung im Mai auf 70 Prozent und für zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr auf 84 Prozent (vgl. Thomson Reuters) erhöht. Zumindest gehen viele Beobachter davon aus, dass sich die Bank von England bei ihrer heutigen Sitzung bezüglich eines Zinsschritts im Mai wesentlich selbstbewusster äußern könnte. Und so zeigte sich Sterling auch gestern von seiner freundlichen Seite und brachte den Euro der Untergrenze seiner früheren Konsolidierungszone bei 0,8685 einen guten Schritt näher. Darunter befindet sich nur noch eine markante Unterstützung bei 0,8640 bevor sich die Abwärtsperspektive in Richtung 0,8470 erweitert. Auf der anderen Seite ist der Stabilitätspunkt bei 0,8820 bereits ein gutes Stück entfernt.

CHF

EUR CHF (1,1715)

Dass die Schweizerische Nationalbank in ihrem gestrigen Quartalsbericht den realen Außenwert des Franken immer noch als hoch bezeichnet hat, dürfte kaum jemanden überrascht haben. Allerdings scheint fraglich, ob die Notenbanker auch die jüngste publizierte Meinung von Crédit-Suisse-Ökonomen teilen, wonach die Schweizer Wirtschaft eine Zinserhöhung gut verkraften würde. Am Ende des Tages bewegte sich der Euro per Saldo kaum von der Stelle und sollte nach wie vor sein ohnehin fast erreichtes Ziel bei 1,1760, jenseits davon 1,1870, vor Augen haben. Dies nach wie vor unter der Voraussetzung, dass 1,1665 gehalten werden kann.

PLN

EUR PLN (4,2260)

Die polnischen Einzelhandelsumsätze sind im Februar gegenüber dem Vorjahr marginal hinter den Erwartungen zurückgeblieben und dürften somit das Kursgeschehen kaum beeinflusst haben. Nach wie vor sehen wir den Euro in einer aufwärtsgerichteten Entwicklung, im Rahmen derer 4,2460 und jenseits davon auch ein Test von 4,2620 möglich wäre. Dabei darf nunmehr an der Unterseite 4,2025 nicht mehr verletzt werden


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