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Wöchentliche Marktberichte

Feb 20, 2018 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

EUR USD (1,2385)

Auch wenn bedingt durch den US-Feiertag Presidents' Day gestern die Impulse für die Devisenmärkte weitgehend ausblieben, gab es immerhin eine interessante Personalie. Denn nachdem Irland angekündigt hatte, seinen Bewerber für die Vize-Präsidentschaft der EZB zurückzuziehen, blieb der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos als einziger Kandidat übrig und wird von den EU-Finanzministern zum Stellvertreter Mario Draghis gekürt werden – er muss heute noch formell bestätigt werden. Mit der Neubesetzung des Amtes des Vizepräsidenten der EZB ergibt sich für die im Jahr 2019 anstehende Wahl des Nachfolgers Mario Draghis eine nicht uninteressante Konstellation. Denn Beobachter gehen davon aus, dass mit der Besetzung der Vizepräsidentschaft durch den Vertreter eines südeuropäischen Euro-Lands sich die Chancen für einen Kandidaten des Nordens als Nachfolger des EZB-Präsidenten deutlich verbessern könnten, und dieser könnte Jens Weidmann heißen. Der nicht ganz unumstrittene Bundesbankpräsident würde der EZB sicherlich einen wesentlich falkenhafteren Anstrich geben.
Ansonsten machten sich mancherorts die Händler Gedanken darüber, ob die am Mittwoch und Donnerstag zur Veröffentlichung anstehenden Protokolle von Fed und Bundesbank wichtige Neuigkeiten hinsichtlich einer strafferen Geldpolitik enthalten können. Insbesondere die Aufzeichnung der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) dürfte von den Akteuren dahingehend genauestens inspiziert werden, ob die Fed womöglich statt der bislang ins Auge gefassten drei Zinserhöhungen zumindest zwischen den Zeilen einen Hinweis auf eine aggressivere Gangart, etwa vier Erhöhungen, geben könnte. Bei dieser Betrachtung wird allerdings vergessen, dass im Gefolge der Fed-Sitzung von vor drei Wochen die Anleihe- und Aktienmärkte dies und jenseits des Atlantiks heftig reagierten und Fed-Vertreter sich deswegen insgesamt in Sachen Zinserhöhung zumindest verbal zurückhaltend verhielten. Man denke etwa an die Chefin der Fed von Cleveland, Loretta Mester, die erst vor ein paar Tagen trotz ihrer bekanntermaßen falkenhaften Einstellung von einer Änderung des Zinserhöhungstempos der Notenbank aktuell nichts wissen wollte.
Während des gestrigen Handelstages gab der Euro in Richtung unserer ersten Unterstützung bei 1,2370 nach, konnte sich aber am Ende wieder von diesem kleinen Rücksetzer erholen. Allerdings ist der Weg in Richtung unserer 1,2705er Marke aufgrund der Korrekturen des Euro vor und nach dem Wochenende etwas steiniger geworden. In diesem Zusammenhang darf nunmehr 1,2295 nicht mehr verletzt werden.

USD

EUR USD (1,2385)

Auch wenn bedingt durch den US-Feiertag Presidents' Day gestern die Impulse für die Devisenmärkte weitgehend ausblieben, gab es immerhin eine interessante Personalie. Denn nachdem Irland angekündigt hatte, seinen Bewerber für die Vize-Präsidentschaft der EZB zurückzuziehen, blieb der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos als einziger Kandidat übrig und wird von den EU-Finanzministern zum Stellvertreter Mario Draghis gekürt werden – er muss heute noch formell bestätigt werden. Mit der Neubesetzung des Amtes des Vizepräsidenten der EZB ergibt sich für die im Jahr 2019 anstehende Wahl des Nachfolgers Mario Draghis eine nicht uninteressante Konstellation. Denn Beobachter gehen davon aus, dass mit der Besetzung der Vizepräsidentschaft durch den Vertreter eines südeuropäischen Euro-Lands sich die Chancen für einen Kandidaten des Nordens als Nachfolger des EZB-Präsidenten deutlich verbessern könnten, und dieser könnte Jens Weidmann heißen. Der nicht ganz unumstrittene Bundesbankpräsident würde der EZB sicherlich einen wesentlich falkenhafteren Anstrich geben.
Ansonsten machten sich mancherorts die Händler Gedanken darüber, ob die am Mittwoch und Donnerstag zur Veröffentlichung anstehenden Protokolle von Fed und Bundesbank wichtige Neuigkeiten hinsichtlich einer strafferen Geldpolitik enthalten können. Insbesondere die Aufzeichnung der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) dürfte von den Akteuren dahingehend genauestens inspiziert werden, ob die Fed womöglich statt der bislang ins Auge gefassten drei Zinserhöhungen zumindest zwischen den Zeilen einen Hinweis auf eine aggressivere Gangart, etwa vier Erhöhungen, geben könnte. Bei dieser Betrachtung wird allerdings vergessen, dass im Gefolge der Fed-Sitzung von vor drei Wochen die Anleihe- und Aktienmärkte dies und jenseits des Atlantiks heftig reagierten und Fed-Vertreter sich deswegen insgesamt in Sachen Zinserhöhung zumindest verbal zurückhaltend verhielten. Man denke etwa an die Chefin der Fed von Cleveland, Loretta Mester, die erst vor ein paar Tagen trotz ihrer bekanntermaßen falkenhaften Einstellung von einer Änderung des Zinserhöhungstempos der Notenbank aktuell nichts wissen wollte.
Während des gestrigen Handelstages gab der Euro in Richtung unserer ersten Unterstützung bei 1,2370 nach, konnte sich aber am Ende wieder von diesem kleinen Rücksetzer erholen. Allerdings ist der Weg in Richtung unserer 1,2705er Marke aufgrund der Korrekturen des Euro vor und nach dem Wochenende etwas steiniger geworden. In diesem Zusammenhang darf nunmehr 1,2295 nicht mehr verletzt werden.

USD

USD CHF (0,9310)

Wegen des gestrigen Feiertags in den USA hielten sich auch die Bewegungen des Greenback gegenüber dem Franken in Grenzen. Und so bleibt das Risiko an der Unterseite bis 0,9120 bestehen, während das Niveau für eine kurzfristige Stabilisierung nun bei 0,9420 anzusetzen ist. 

GBP

EUR GBP (0,8860)

Nicht ganz uninteressant, aber von den meisten Akteuren weitgehend unbeachtet, dürfte gestern eine Meldung von Reuters gewesen sein, wonach eine neue britische Partei, The Renew Party, eine Kampagne gestartet hat, um das Brexit-Votum rückgängig zu machen. Die bereits im vergangenen Jahr gegründete Partei orientiert sich mit ihrer Strategie am Erfolg des französischen Premierminister Emmanuel Macron. Und sie mag deswegen so interessant erscheinen, weil sie Brexit-Gegner sowohl von den in sich zerstrittenen konservativen Tories als auch von Labour auf sich vereinen und, sofern erfolgreich, zu einem ernstzunehmenden Machtfaktor werden könnte. Ansonsten verlief der Handel gestern in ausgesprochen ruhigen Bahnen, so dass der Euro nicht einmal eine Bandbreite von 30 Stellen zustande brachte. Neue Impulse für Sterling gab es daher nicht, so dass nach wie vor die Konsolidierung zwischen 0,8690 und 0,8920/25 Bestand hat.

CHF

EUR CHF (1,1530)

Wer auf neue ökonomische Impulse für den Schweizerfranken wartet, wird möglicherweise heute fündig werden, wenn die Daten zur Handelsbilanz und zur Industrieproduktion veröffentlicht werden. Ansonsten scheinen sich die täglichen Handelsspannen tendenziell immer weiter zu verringern. So pendelte der Euro mittlerweile den dritten Handelstag hintereinander innerhalb der Trading-Range vom 14. Februar und macht somit erst recht keine Anstalten, die breitere Handelsspanne vom 8. Februar aufbrechen (1,1450/1,1595) zu wollen. Ohnehin verläuft die übergeordnete Konsolidierungszone weiterhin zwischen 1,1450 und 1,1640.

PLN

EUR PLN (4,1330)

Es ist nicht auszuschließen, dass gestern weitere Statements von Teresa Czerwinska dem Zloty geholfen haben. Die polnische Finanzministerin äußerte nämlich, dass sie keine Probleme mit der Stärke ihrer Währung habe, denn diese reflektiere robuste ökonomische Fundamentals. Auch halte sie das derzeitige Zinsniveau für angemessen. Damit geriet der Euro etwas unter Druck, bewegt sich aber immer noch innerhalb seiner Konsolidierungszone zwischen 4,1220 und 4,2060.


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