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Wöchentliche Marktberichte

Feb 01, 2018 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Steigende Inflationserwartungen

USD

EUR USD (1,2425)

Nun ist also die Januar-Sitzung der US-Notenbank recht unspektakulär zu Ende gegangen. Aber wahrscheinlich darf man von einem Tag, an dem die Präsidentschaft des Offenmarktausschusses von der bisherigen Fed-Präsidenten Janet Yellen an ihren Nachfolger Jerome Powell übergeben wird, keinen großen Paukenschlag erwarten. Aber mit geldpolitischen Entscheidungen hatten die meisten Marktteilnehmer ohnehin nicht gerechnet. Auch dass das Kommuniqué wegen des geänderten Wortlauts im Vergleich zur vergangenen Sitzung leicht falkenhaft klang, dürfte nicht allzu viele Akteure überrascht haben. Tatsächlich ist sich die Fed der gestiegenen Inflationserwartungen durchaus bewusst und brachte dies zum Ausdruck. Gleichzeitig hat die Notenbank damit einen Hinweis auf die erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei ihrer Sitzung im März gegeben. Dies drückt sich auch in der nunmehr bei mehr als 80 Prozent angesiedelten impliziten Wahrscheinlichkeit aus, die sich aus der gestrigen Indikation des CME FedWatch Tool ergibt.

USD

USD CHF (0,9330)

Der Anteil des US-Dollar an den Währungsreserven der Schweizerischen Nationalbank ist im vierten Quartal 2017 nach ihrem gestern publizierten Bericht so gut wie unverändert geblieben. Allerdings hat der Dollar seit Ende 2017 mehr als 4,5 Prozent an Wert verloren, wie Beobachter hier und da bemerkten. Und es spricht nicht viel dafür, dass der Greenback sich derzeit nachhaltig positiv bemerkbar machen kann. Stattdessen testete er sein bisheriges Tief aus der Vorwoche und kann seinen Trend jederzeit in Richtung 0,9245 bzw. 0,9070 fortsetzen. Immerhin würde ein Überschreiten von 0,9390 das Abwärtsmomentum deutlich reduzieren, aber für eine Stabilisierung würde weiterhin ein Kurs oberhalb von 0,9500 benötigt.

GBP

EUR GBP (0,8750)

Das GFK Verbrauchervertrauen in Großbritannien ist zwar etwas besser als erwartet, aber mit -9 deutlich niedriger als im Januar 2017 (-5) ausgefallen. Auch dass die EU gestern einem gesonderten Handelsabkommen für den Finanzsektor eine Absage erteilte, hat Pfund Sterling nicht geschadet. Tatsächlich war der Euro der Leidtragende und droht nun, seinen erst vorgestern begonnenen Aufwärtsimpuls innerhalb seiner breiten Konsolidierung zwischen 0,8690 und 0,8925 schon wieder aufgeben zu müssen. Dies wäre nach Unterschreiten von 0,8735 der Fall. 

CHF

EUR CHF (1,1570)

Dass der ZEW-CS-Indikator im Januar deutlich niedriger als im Vormonat ausfiel, dürfte wohl die wenigsten Akteure nachhaltig beeindruckt haben. Viel interessanter ist, dass 41 Prozent der Befragten für dieses Währungspaar eine fortgesetzte Rallye sehen. Auch glaubt nur eine ganz kleine Minderheit, dass sich die ökonomische Situation der Schweiz in den kommenden sechs Monaten verschlechtern werde. Immerhin gelang dem Euro zwischenzeitlich eine kleine Erholung in Richtung seines ersten Widerstandes bei 1,1635, der aber nicht wirklich überwunden werden konnte. Ohnehin sehen wir sowieso erst oberhalb von 1,1670 eine Stabilisierung der Gemeinschaftswährung. Ansonsten bleibt die wichtigste Unterstützung an der Unterseite die Marke von 1,1540, nach deren Versagen weitere Kursrückgänge des Euro in Richtung 1,1390 angesagt wären.

PLN

EUR PLN (4,1500)

Ereignislos blieb gestern das Handelsgeschehen um den Zloty, der sich gegenüber dem Euro innerhalb seiner Vortagesspanne bewegte. Nach wie vor benötigt dieser Kurse oberhalb von 4,1800, um sich stabilisieren zu können. Ansonsten bleibt die Unterseite offen bis 4,1190 bzw. 4,0930.


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