Jetzt starten!

Wöchentliche Marktberichte

Jan 31, 2018 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Janet Yellens Abschied

USD

EUR USD (1,2440)

Die heute endende Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht von einem Zinsentscheid begleitet werden. Zumindest geht eine große Mehrheit der Beobachter nicht von einer Erhöhung der Leitzinsen aus, aber vielleicht wird hier und da doch mit ein paar verbalen Hinweisen auf die März-Sitzung gerechnet. Denn für diese Zusammenkunft wird die Wahrscheinlichkeit für einen Schritt von mindestens 25 Basispunkten bei mehr als 75 Prozent gesehen. Dies impliziert zumindest die gestrige Berechnung des CME FedWatch Tool. Vielleicht aber steht die heutige Sitzung auch ganz im Zeichen der scheidenden Fed- Präsidentin Janet Yellen, die ihr Amt nun an ihren Nachfolger Jerome Powell übergeben wird. Erst Mitte vergangener Woche war Powell vom US-Senat mit einer deutlichen Mehrheit von 84 zu 13 Stimmen für dieses Amt bestätigt worden.
Außerdem galt es am gestrigen Handelstag, einige ökonomische Daten zu verarbeiten. Dass die vorläufige Schätzung der Konsumentenpreise in Deutschland unter den Erwartungen der Ökonomen lag, könnte möglicherweise als erster Hinweis für eine nach wie vor schleppende Inflationsentwicklung in der Eurozone gedeutet worden sein. Deren Wirtschaftswachstum hat übrigens in einer ersten Schätzung mit einem Plus von 0,6 Prozent für das vierte Quartal 2017 den Erwartungen entsprochen. Interessant in diesem Zusammenhang: Die Stimmung in der Eurozone, gemessen am Vertrauen in deren Ökonomie, ist zwar etwas gesunken, liegt aber dennoch knapp unter dem bisherigen 17-Jahreshoch. Grund genug also, dass die Kommentatoren nicht müde wurden, darauf hinzuweisen, dass womöglich noch bessere Wachstumszahlen für die Eurozone im Raum stehen könnten. Unter dem Strich beschloss der Euro den gestrigen Handelstag nur mit einem leichten Plus. Damit bleibt die Gemeinschaftswährung immer noch im Aufwärtstrend, dessen nächste Hürde bei 1,2590 liegt. Nach wie vor darf für den Erhalt dieses Szenarios 1,2310/15 nicht unterschritten werden.

USD

USD CHF (0,9330)

Trotz guter Daten zum US-Verbrauchervertrauen (Conference Board) konnte der Greenback auch gestern nicht gegenüber dem Franken wirklich punkten. Stattdessen bewegte er sich nun den dritten Handelstag in Folge innerhalb seiner am 25. Januar etablierten Handelsspanne. Und so kann man bestenfalls von einer leichten Konsolidierung des Dollar auf niedrigem Niveau sprechen, der aber für eine Stabilisierung einen deutlichen Aufwärtsimpuls jenseits von 0,9510/15 benötigt. Ansonsten bleibt alles beim Alten: Die Dollarschwäche kann jederzeit wiederaufleben und sich in Richtung 0,9255 bzw. 0,9070 fortsetzen.

GBP

EUR GBP (0,8765)

Mark Carney hinterließ in seiner gestrigen Rede vor dem Parlament den Eindruck, die Inflationsrate werde sich in naher Zukunft wohl über 2 Prozent bewegen. Und zwar in erster Linie wegen der Schwäche von Pfund Sterling, deren Effekt wie erwartet durchgeschlagen hätte, so der Präsident der Bank of England. Von den gestern publizierten Wirtschaftsdaten fallen vor allen Dingen die Hypothekengenehmigungen auf, die im Dezember auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gefallen sind. Die Ursachen hierfür liegen für viele Beobachter auf der Hand: Hohe Grundstückspreise bei gleichzeitig sinkenden Realeinkommen. Unterdessen – und dies dürfte der Hauptgrund für die vorübergehende neuerliche Schwäche von Sterling gewesen sein – hat sich an der pessimistischen Stimmung hinsichtlich einer Regelung zur Übergangsperiode nach dem Brexit nicht viel geändert. So betonten mehrere Kommentatoren die schwierige Position von Premierministerin Theresa May, der es offensichtlich nicht gelingt, die Kluft zwischen Brexit-Befürwortern und -Gegnern zu überbrücken. Unterdessen hat der Euro seinen Auslöser für zusätzliche Stärke bei 0,8820 überschritten, schloss am Ende jedoch mit einem Tagesverlust ab. Um nun die Obergrenze seiner zwischen 0,8690 und 0,8925 verlaufenden Konsolidierungszone zu testen, darf er 0,8735 nicht mehr unterschreiten. 

EUR

EUR CHF (1,1600)

Fraglich bleibt, ob der Schweizer Franken tatsächlich wegen des schlechter als erwartet ausgefallenen Konjunkturbarometers KOF der ETH Zürich gestern einen kurzfristigen leichten Rücksetzer erlitten hat. Am Ende verblieb der Franken, zumindest am Euro gemessen innerhalb seiner am Vortag gehandelten Bandbreite, so dass hinsichtlich der Schwächeneigung der Gemeinschaftswährung keine Entwarnung gegeben werden kann. An der Unterseite gilt weiterhin 1,1540 als wichtigste Unterstützung, bei deren Versagen jedoch weitere Kursrückgänge des Euro in Richtung 1,1390 angezeigt wären. Der Stabilitätspunkt hält indes seine Position bei der 1,1690/00er Widerstandszone.

CHF

EUR CHF (1,1600)

Fraglich bleibt, ob der Schweizer Franken tatsächlich wegen des schlechter als erwartet ausgefallenen Konjunkturbarometers KOF der ETH Zürich gestern einen kurzfristigen leichten Rücksetzer erlitten hat. Am Ende verblieb der Franken, zumindest am Euro gemessen innerhalb seiner am Vortag gehandelten Bandbreite, so dass hinsichtlich der Schwächeneigung der Gemeinschaftswährung keine Entwarnung gegeben werden kann. An der Unterseite gilt weiterhin 1,1540 als wichtigste Unterstützung, bei deren Versagen jedoch weitere Kursrückgänge des Euro in Richtung 1,1390 angezeigt wären. Der Stabilitätspunkt hält indes seine Position bei der 1,1690/00er Widerstandszone.

PLN

EUR PLN (4,1550)

Obwohl die erste Schätzung zum polnischen Bruttoinlandsprodukt für 2017 mit einem Zuwachs von 4,6 Prozent etwas besser als erwartet ausgefallen war, konnte der Zloty davon nicht profitieren.  Im Gegenzug gelang es dem Euro zwar, sich korrektiv etwas zu befestigen, doch verweilt er in seiner Schwächeposition in Richtung 4,1190 oder gar 4,0930, solange der Stabilisierungspunkt bei 4,1790/00 nicht überwunden werden kann.


Erhalten Sie wöchentliche Devisenmarktberichte

Jeden Montag bietet unser Newsletter Trends und Marktinformationen sowie welche wichtigen Ereignisse die Märkte beeinflussen könnten.