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Wöchentliche Marktberichte

Nov 29, 2017 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Gefeierte Etappensiege

USD

EUR USD (1,1850)

Auch am gestrigen Handelstag stand der US-Dollar stärker als der Euro im Fokus der Händler. So gingen etwa deutsche Daten (Importpreise, GfK Konsumklima) an der Wahrnehmung der Akteure weitestgehend vorbei. Auch diverse US-Daten konnten zunächst nur wenig den Kurs beeinflussen. Weder die Handelsbilanz, deren Defizit deutlich größer als erwartet ausgefallen war, noch die besser als erwartet ausgefallenen Zahlen zum Verbrauchervertrauen (Conference Board) vermochten die Händler zu größeren Reaktionen zu provozieren. Erst am Ende der europäischen Handelssitzung konnte der US-Dollar etwas stärker zulegen, als die Anhörung des designierten US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell vor dem Bankenausschuss des Senats begann. Tatsächlich hatte Powell jedoch wenig Überraschendes zu bieten, zumal er ohnehin in den Augen vieler Marktteilnehmer für Kontinuität in der Geldpolitik steht. Ob der Greenback wegen eines kleinen Hinweises auf eine mögliche Lockerung der Finanzmarktregulierung – Powell zieht möglicherweise eine Überprüfung die nach dem früheren Notenbankpräsidenten Paul Volcker benannte Regel in Betracht – sei auch einmal dahingestellt.

Als gestern Nacht jedoch der Haushaltsausschuss des Senats dafür stimmte, den Gesetzentwurf zur Steuerreform nun dem kompletten Senat vorzulegen, wurde dieser Teilerfolg vor allem an Wall Street bereits wie eine Zustimmung des ganzen Gremiums gefeiert. Dass Nordkorea heute früh eine neue Interkontinentalrakete testete, schien indes die Devisenhändler nicht zu interessieren – man scheint sich an derlei Meldungen gewöhnt zu haben. Am Ende musste der Euro doch noch einen deutlichen Rücksetzer hinnehmen, dem auch unser erstes Nachfrageniveau zum Opfer fiel. Dennoch bleibt die Perspektive für ein neues Jahreshoch (> 1,2090) erhalten, solange die Schlüsselmarke bei 1,1765/70 nicht verletzt wird.

GBP

EUR GBP (0,8865)

Kräftig durchgeschüttelt wurde das Pfund gestern Abend, als der britische Daily Telegraph und später auch die Financial Times einen möglichen Durchbruch bei der Endabrechnung der Brexit-Kosten zwischen den Unterhändlern der EU und Großbritanniens meldeten. Danach soll eine Summe zwischen 45 und 55 Milliarden Pfund ins Spiel gebracht worden sein, also ein Betrag, der der EU-Forderung von 60 Milliarden Pfund schon ein gutes Stück näherkommt und deutlich über dem ersten Angebot von Premierministerin Theresa May (20 Mrd. Pfund) liegt. Trotz eines zwischenzeitlichen Dementis seitens eines britischen Regierungsvertreters gestern Abend, wurde diese Meldung als Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen wahrgenommen, infolgedessen Pfund Sterling am Ende unter starken Schwankungen deutlich zulegen konnte. Damit hat der der Euro innerhalb der Konsolidierungszone, die zwischen 0,8725 und 0,9020 verläuft, sein vielversprechendes Momentum für einen Ausbruch an der Oberseite des Feldes verloren.

CHF

EUR CHF (1,1670)

Gegenüber dem Franken hat der Euro gestern nur geringfügig Federn lassen müssen. Selbst der neuerliche Raketentest Nordkoreas ließ den Franken, der normalerweise bei drohenden politischen Krisen als Fluchtwährung fungiert, nicht nach oben schnellen. Damit bewegt sich die Gemeinschaftswährung immer noch mit leichter Neigung zur Stärke innerhalb ihres Bandes zwischen 1,1550 und 1,1730. Gute Unterstützung liegt immer noch bei 1,1640.

PLN

EUR PLN (4,2020)

Der Euro hat sich gegenüber dem Zloty wieder etwas abgeschwächt und befindet sich immer noch auf seinem Weg in Richtung 4,1700. Unterdessen kann das Stabilisierungsniveau nun abermals geringfügig, nunmehr auf 4,2280, abgesenkt werden.


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