Jetzt starten!

Wöchentliche Marktberichte

Jul 10, 2017 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

USD

EUR USD (1,1400)            

US-Arbeitsmarktdaten, die einst an den Finanzmärkten den Status der „heißesten“ Zahl des Monats innehielten, sind schon sehr lange kein Garant mehr für Volatilität, weder an den Aktien- noch an den Devisenmärkten. Dies zeigte sich auch am vergangenen Freitag. Zwar fielen die Non-Farm-Payrolls-Zahlen deutlich höher als von den meisten Ökonomen erwartet aus; auch die Revision der Vormonate überraschte im positiven Sinne. Und tatsächlich brachte dies auch den Dollarhandel in Bewegung. Diese „Bewegung“ ist jedoch nur in der Detailbetrachtung – im Intraday-Day-Kursverlauf – als solche zu erkennen und dem besagten Fundamentaldatum zeitlich zuzuordnen. Dies liegt zum einen an der mit 20 Minuten sehr geringen Halbwertszeit der Kursreaktion und zum anderen an der mit kaum 40 Stellen preislich sehr übersichtlichen Ausdehnung gegenüber dem Euro. Letztlich schloss dieser zirka 10 Stellen unterhalb des Niveaus, auf dem er kurz vor Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten notiert hatte. Bei US-Aktienhändlern stießen die Zahlen ebenfalls auf nur geringes Interesse. Dabei gab es durchaus noch eine weitere Komponente, die für Gesprächsstoff sorgte. Der Anstieg der Stundenlöhne betrug bescheidene 0,2 Prozent und lag damit unter den allgemeinen Erwartungen. Dieser schwache Zuwachs könnte der Grund dafür gewesen sein, warum sich die moderaten Gewinne der Initialbewegung (letztere wurde wohl ursprünglich von der hohen Zahl den neu geschaffenen Stellen losgetreten) am Ende wieder in Luft auflösten. Die kaum spürbaren Lohnerhöhungen bedeuten nämlich, dass die US-Notenbank nicht unter Druck geraten wird, die geldpolitischen Zügel so schnell wie möglich zu straffen.

Die Daten aus der Eurozone führten am Freitag ebenfalls nicht zu nennenswerten Impulsen, was etwas verwundert, da die Industrieproduktion in zahlreichen Euro-Kernländern deutlicher als erwartet gestiegen ist. Dies hätte durchaus als Untermauerung des jüngsten EZB-Geldpolitik-Schwenks gedeutet werden können. Da sich die Mehrheit der Akteure aber keinen steigenden Euro, sondern lieber Korrekturen wünscht, blieb eine entsprechende Interpretation des Marktes aus.

Am positiven Ausblick für den Euro – Anstieg bis 1,1510 und darüber gar bis 1,1600 – ändern wir vorerst nichts. Auch unser kurzfristiges Schlüsselniveau belassen wir unverändert bei 1,1205.

GBP

EUR GBP (0,8840)             

Die britische Wirtschaft sorgt – ähnlich wie das Pfund – weiterhin für Negativschlagzeilen. Die Industrieproduktion zeigte sich im Mai kraftlos, was nicht mit den positiven Erwartungen des Marktes im Einklang stand. Sterling-Händler versuchen seit einiger Zeit, Signale für ein wiederauflebendes Wachstum einzufangen. Statt positive Zeichen zu setzen, büßt Großbritanniens Wirtschaft jedoch immer mehr an Schwung ein. Dem Euro half dies am Freitag, seine ohnehin starke Position weiter auszubauen. Wir rechnen daher, wie gehabt, mit Kursgewinnen bis 0,8970 (mit Zwischenwiderstand bei 0,8895) und halten an diesem positiven Szenario fest, solange die 0,8735er Unterstützung unversehrt bleibt.

CHF

EUR CHF (1,0990)            

An unserem 1,0990er Widerstand kam der Euro bislang nicht vorbei. Dass das Angebot dort abgebaut wird, bleibt aber weiterhin Voraussetzung für den Euro, um aus der riesigen Handelsspanne, in der er seit der vorletzten Juniwoche des vergangenen Jahres (1,0610 bis 1,1015) verhaftet ist, auszubrechen. Schafft er es diese Woche, winken Kursgewinnen bis 1,1085. Neue Unterstützung findet sich bei 1,0935. Die kritische Marke für den jüngsten Aufwärtstrend liegt nun etwas höher bei 1,0905.

PLN

EUR PLN (4,2370)            

Unlängst schrieben wir über die geringen Preisschwankungen, die Marktteilnehmer auf 12-Monats-Sicht für das Währungspaar erwarten. Diese Einstellung wurde auch im Tageshandel am Freitag sichtbar: Der Euro bewegte sich in der kleinsten Preisspanne seit fast vier Wochen. Trotz der bescheidenen Volatilität ist kurzfristig immer noch ein leichter Kursanstieg in Richtung 4,2540 und sogar 4,2790 möglich. Jedoch nur, solange unser wichtiges Nachfrageniveau bei 4,2070 nicht unterschritten wird.


Erhalten Sie wöchentliche Devisenmarktberichte

Jeden Montag bietet unser Newsletter Trends und Marktinformationen sowie welche wichtigen Ereignisse die Märkte beeinflussen könnten.