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Wöchentliche Marktberichte

Jul 05, 2017 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

USD

EUR USD (1,1355)            

Für manchen Investor scheint die Welt der Finanzmärkte momentan nicht ganz stimmig zu sein – besonders, was den Euro betrifft, dessen Stärke vielen Akteuren nicht so recht in den Kram passen will. So war etwa am Wochenende im Wall Street Journal zu lesen, dass die großen US-Fonds der konjunkturellen Erholung der Eurozone nicht über den Weg trauen. Zu schwer scheinen die Vorbehalte zum Brexit und gegenüber den jüngsten geldpolitischen Andeutungen der EZB zu sein. Auch tun sich die Akteure derzeit schwer, die Fundamentaldaten richtig einzuordnen. Aber genau genommen flammt ihr Interesse an diesen Daten ja meist nur dann auf, wenn sie nach einer Bestätigung für die eigene Positionierung suchen.

Während in den USA gestern der Unabhängigkeitstag gefeiert wurde, konnte man in den Kommentierungen hierzulande fast schon so etwas wie ein Aufatmen vernehmen, als das Statistikamt Eurostat die Erzeugerpreise der Eurozone für Mai gegenüber dem Vormonat mit einem Minus von 0,4 Prozent bekannt gab. Denn damit, so die gängige Logik, bekomme die EZB ein Argument anhand gegeben, sich eher noch nicht für eine Änderung der bisherigen geldpolitischen Linie stark zu machen. Außerdem wäre den Marktteilnehmern ein gewichtiges Argument für den Kauf der Gemeinschaftswährung entzogen. Tatsächlich sollte man indes davon ausgehen, dass die EZB einen Weg aus der ultra-lockeren Geldpolitik sucht, dabei aber – ohne auf kurzfristige ökonomische Daten-Ausreißer zu achten – so langsam vorgehen wird, dass den Investoren genügend Zeit bleibt, sich an den neuen Zustand zu gewöhnen. Daran dürfte auch die gestrigen taubenhafte Rede von EZB-Chefvolkswirt Peter Praet nichts geändert haben.

Durch den gestrigen extrem ruhigen Handelsverlauf hat sich an der Verfassung des Euro nichts geändert. Es bleibt bei einem Aufwärtspotenzial bis 1,1510, möglicherweise auch bis 1,1600. An der Unterseite dominiert das Schlüsselniveau bei 1,1175, während die beiden davorliegenden Nachfrageniveaus bei 1,1315 und 1,1285 fast gleich stark sind.

GBP

EUR GBP (0,8780)             

Auch der Einkaufsmanager-Index des Bausektors (Markit) hat, wie schon tags zuvor derjenige der verarbeitenden Industrie, enttäuscht. Dennoch blieb der Wechselkurs EUR/GBP – auch bedingt durch den gestrigen US-Feiertag – fast unverändert. Wie gehabt kann sich der recht langsame Aufwärtstrend des Euro immer noch in Richtung 0,8970 fortsetzen, allerdings mit einigen Widerständen, von denen das Niveau um 0,8820 herausragt. Der Euro bleibt stabil, solange an der Unterseite 0,8730 nicht unterlaufen wird.

CHF

EUR CHF (1,0955)             

Mangels neuer ökonomischer Daten verlief das Handelsgeschehen um den Franken gestern innerhalb eines Bandes von 25 Stellen. Auch scheint der Devisenmarkt die jüngste ausgesprochen positive Datenlage zur Schweizer Konjunktur zu ignorieren. Stattdessen schraubt sich der Euro – er wartete die vergangenen acht Handelstage jeweils mit einem kleinen Plus auf – ganz langsam in Richtung 1,0965 bzw. 1,0990. Das Schlüsselniveau an der Unterseite bleibt bei 1,0870.

PLN

EUR PLN (4,2360)            

Unter dem Einfluss der heute zu Ende gehenden Sitzung der Polnischen Zentralbank, bei der keine Änderung der Leitzinsen erwartet wird, hielt sich das Handelsgeschehen in ganz engen Grenzen. Letztlich befindet sich der Euro auf dem Weg in Richtung 4,2540 und 4,2790. Das wichtigste Nachfrageniveau an der Unterseite bleibt bei 4,2070.


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