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Wöchentliche Marktberichte

Apr 04, 2017 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

EUR

Schwerpunkte am Vortag

Eurozone: Die europäischen Industriebetriebe verzeichneten im März die höchste Wachstumsrate seit 2011 und zugleich ging die Arbeitslosenrate in der Eurozone auf das niedrigste Niveau seit Mai 2009 (9,5%) zurück.

USA: Nachdem letzten Monat ein 30-Monatshoch erreicht wurde, ging der ISM-Index im März leicht zurück. Dieser Rückgang war aber geringer als erwartet. Die florierende US-Wirtschaft hält die Spekulationen in Bezug auf ein weiteres Andrehen der Zinsschraube durch die Fed am Leben.

UK: Der PMI-Index für das britische verarbeitende Gewerbe verzeichnete im 3. Monat in Folge einen Rückgang, während die Fachleute im März auf eine leichte Erholung der Geschäfte gesetzt hatten. Schon seit Anfang des Jahres mehren sich die Anzeichen für eine Konjunkturverlangsamung, was zu einem weiteren Abwärtsdruck für das britische Pfund führte. 

Südafrika: Zum ersten Mal seit 2000 stufte die Ratingagentur S&P die südafrikanischen Staatsanleihen auf die Stufe der „Junk-Bonds“ zurück. Der Rand fiel am Dienstagmorgen mit 14,86 ZAR auf den niedrigsten Kurs seit 4 Monaten. Während der letzten sieben Handelstage büßte der Rand mehr als 10% gegenüber dem Euro ein.

UK gegen EU: Es kommt zu ersten Spannungen zwischen den beiden Seiten, da Donald Tusk letzten Freitag Spanien ein Vetorecht in Bezug auf die Durchsetzung des künftigen Brexit-Vertrags in Gibraltar einräumte. 

Fed: Der Vorsitzende der Fed von New York warf die Frage in den Raum, ob die Staatsverschuldung, die dieses Jahr auf den höchsten Wert seit 2008 klettern wird, für die US-Wirtschaft nicht doch zu einer wirklichen Frage werden könnte.

Lustlose Märkte: Die globalen Befürchtungen vor dem erwarteten Treffen zwischen den beiden Staatschefs und nach dem Terroranschlag in Russland gestern beeinflussen die Risikobereitschaft der Anleger. Der japanische Yen kletterte am Dienstag in Asien gegenüber dem Euro auf ein 4-Monatshoch.

Themen Heute

Ungarn: Das Wachstum der Einzelhandelsumsätze fiel im Februar auf das tiefste Niveau seit Juni 2013 im Jahresvergleich (1,2% gegenüber 3,8% im Januar).

UK: Die neueste PMI-Umfrage wird heute Vormittag um 10.30 Uhr erwartet. Es geht darin um die Daten des Bausektors.

USA: Die neuesten Handelsbilanzdaten, die heute Nachmittag zur Veröffentlichung anstehen (14.30 Uhr), werden von den Marktbeobachtern vor dem erwarteten Treffen zwischen den Staatschefs der USA und Chinas mit Spannung erwartet. 

Mario Draghi: Heute Nachmittag um 15.30 Uhr ist eine Rede zur Ausgabe des neuen 50-Euro-Scheins vorgesehen und der EZB-Chef könnte darin auf die weitere geldpolitische Strategie der Bank und den jüngsten Rückgang der Gesamtinflation eingehen, der im März verzeichnet wurde.

Frankreich: Heute Abend findet die zweite Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten statt. Dieses Mal werden alle 11 offiziellen Kandidaten dabei sein.

USA (Zusatz): Ein traditionell eher gemäßigter Fed-Vertreter, Daniel Tarullo, wird heute noch auf die Lage der US-Wirtschaft und die laufende Währungspolitik eingehen. Deshalb könnte es, sollte er optimistische Töne anschlagen, potenziell zu einer gewissen Volatilität kommen.

Aktuelle Kurznachrichten

EUR/USD: Die gestern zu beobachtende Erholung war nur vorübergehender Natur. Angesichts der allseits zu verzeichnenden geringen Risikobereitschaft auf allen Märkten profitiert der USD heute Morgen von seinem Status als „sicherer Hafen“ und legt gegenüber dem Euro zu. Der Wechselkurs nähert sich erneut dem Wert von 1,0650 USD. 

EUR/GBP: Die Anzeichen eines Abschwungs im Vereinigten Königreich belasten das britische Pfund. Heute Morgen machte der EUR/GBP-Kurs alle am Freitag verzeichneten Verluste wieder wett. Das Währungspaar überschritt den Schwellenwert von 0,8550 GBP und nähert sich dem Wert von 0,86 GBP vor Bekanntgabe der PMI-Erhebung des Bausektors für März.

EUR/CHF: Geringe Volatilität des Kurses, da das Unterstützungsniveau von 1,0680 CHF (bislang) zu einem Abwärtsdruck führt. Die auf allen Märkten zu spürenden Befürchtungen könnten dafür sorgen, dass es bei diesem Währungspaar nur zu geringen Schwankungen kommt. 

EUR/PLN: Die global geringe Risikobereitschaft schwächt heute Morgen die EM-Währungen. Beim EUR/PLN-Kurs kommt es am 3. Tag in Folge zu Gewinnen und der Kurs nähert sich dem Wert von 4,25 PLN. Das Aufwärtspotenzial bleibt beschränkt angesichts der derzeit geringen Attraktivität des Euros.

EUR/HUF: Geringe Einzelhandelsumsätze und eine geringe Nachfrage nach EM-Währungen führt heute Morgen zu einem Rückgang des Forint-Kurses. Dennoch scheint der ungarische Forint widerstandsfähiger als die Währungen der Tschechischen Republik und Polens zu sein. Das EUR/HUF-Währungspaar liegt weiter bei unter 319 HUF.


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