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Wöchentliche Marktberichte

Mrz 30, 2017 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

EUR

Schwerpunkte am Vortag

UK: Der Brexit wurde gestern offiziell eingeleitet mit der Übergabe eines sechsseitigen Schreibens von Premierministerin Theresa May an die EU, in dem sie den Willen des Vereinigten Königreichs, aus der EU auszutreten, nun endlich auch amtlich bekannt machte. Zwischen den Zeilen dieses Schreibens scheint man zu lesen, dass Theresa May einen „sanften“ Ausstieg anstrebt, da sie eine schnelle Übergangsphase fordert, um die Klippenkante („cliff edge“) für Unternehmen zu vermeiden und eine Vereinbarung zu erzielen, die es den Banken erlaubt, in London zu bleiben.

EZB: Reuters berichtete, dass die EZB darauf achten wird, nächste Woche die richtige Formulierung zu finden, da die Reaktion nach der Märzsitzung als übertrieben betrachtet wurde. Der EUR/USD-Kurs fiel gestern um 0,4% und im Verlauf der letzten beiden Tage um 0,9%.

Fed: Zwei Fed-Vertreter (Rosengren aus Boston und Williams aus San Francisco) ließen verlauten, dass der Prozess der Normalisierung der Zinssätze dieses Jahr an Fahrt aufnehmen könnte. Laut Rosengren sind 3 weitere Zinserhöhungen dieses Jahr erforderlich, um einen Höhenflug der US-Wirtschaft zu vermeiden. Für Williams dagegen sind 2 Zinsanstiege wahrscheinlich, aber auch er schließt nicht aus, dass es am Ende doch 3 sein warden.

Frankreich: Der liberale Kandidat Emanuel Macron erhielt gestern auch die Zustimmung des ehemaligen sozialistischen Premierministers Valls. 

Rohstoffe: Die US-Ölvorräte stiegen weniger als erwartet an und ebneten dadurch den Weg für einen starken Anstieg der Ölpreise (+2,1% für den Brent-Index / +2,4% für den WTI-Index). Mit dem Öl verbundene Währungen wie CAD, NOK oder MXN erhielten dadurch Auftrieb

Themen Heute

Deutschland: Angesichts des starken Rückgangs der Energiepreise im März könnte der vorläufige Verbraucherpreisindex in Deutschland erstmals seit fast einem Jahr während dieses Zeitraums zurückgehen. Nachdem letzten Monat eine Inflationsrate von 2,2% erreicht wurde, wird erwartet, dass die Gesamtinflation leicht sinkt und zwar auf 1,9% gemäß dem Mittelwert der Prognosen der Experten, die von Reuters befragt wurden. Ein solcher Rückgang könnte die EZB davon überzeugen, bei der nächsten Sitzung, die für den 27. April vorgesehen ist, vorsichtig zu sein. Dies könnte Auswirkungen auf den Euro haben. Die Daten werden um 14.00 Uhr bekanntgegeben.

USA: Die Experten gehen von einer leichten Aufwärtskorrektur des BIP der USA im 4. Quartal 2016 von 1,9% auf 2,0% aus. Die starken Wirtschaftsdaten könnten die anhaltende Erholung des USD unterstützen, die nach dem Rückfall auf ein 4,5-Monatstief am Montag zu verzeichnen ist. Die Daten werden um 14.30 Uhr bekanntgegeben.

USA (Zusatz): Zwei FED-Vertreter – R.Kaplan aus Dallas und L.Mester aus Cleveland –werden heute Erklärungen abgeben. Die Debatte über die „angemessene“ Anzahl der Zinserhöhungen 2017 dürfte weitergehen.

UK: Theresa May wird heute vermutlich ihren Plan vorlegen, um einen sanften und effizienten Übergang von EU-Recht in nationales Recht sicherzustellen. 

Tschechische Republik: Vertreter der Zentralbank werden heute über ihre letzte geldpolitische Sitzung berichten. Dies könnte die letzte Sitzung vor dem Ausstieg aus der Deckelung der tschechischen Währung gewesen sein. Die Märkte warten mit Spannung auf nähere Informationen zum zeitlichen Ablauf. Den jüngsten Prognosen von Reuters zufolge geht ein Teil der Anleger davon aus, dass dies im April der Fall sein wird, andere dagegen gehen vom Mai aus. Die Erklärung wird um 14.00 Uhr veröffentlicht.

Themen Heute

EUR/USD: Der Abwärtstrend des Wechselkurses könnte anhalten, da die geringere Inflationsrate in Deutschland für die EZB ein weiterer Hinweis dafür sein könnte, dass in den nächsten Wochen Vorsicht geboten ist. Der EUR/USD-Kurs fiel heute Morgen auf unter 1,0750 USD. Aggressivere Töne von FED-Vertretern könnten sich auf den Kurs auswirken. 

EUR/GBP:   Der Kurs bleibt stabil bei rund 0,8659 GBP angesichts der Hoffnung, dass May nicht auf einen „harten Brexit“ hinsteuert. Das Pfund könnte weiter sehr sensibel auf politische Nachrichten reagieren.

EUR/CHF: Der niedrigere Euro drückt den Kurs auf unter 1,087 CHF heute Morgen. Das enge Verhältnis zwischen EUR/USD- und EUR/CHF-Kursen bleibt fortbestehen.

EUR/PLN und EUR/HUF: Bei beiden Kursen ist die Volatilität heute Vormittag recht gering in Ermangelung von Schlüsseldaten, die heute in Polen und Ungarn erwartet werden.  


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