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Wöchentliche Marktberichte

Mrz 28, 2017 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

EUR

Wichtigste Ereignisse des asiatischen Handelstages/Eröffnung des europäischen Handels 

  • Italien (11:00 Uhr) – Bestellungen/Verkaufszahlen der Industrie M/M (Januar) – keine Konsensprognose gegenüber 2,8%/2,6% im Vormonat
  • USA (14:30 Uhr) – Handelsbilanz der Warenimporte/-exporte (Februar) – keine Konsensprognose gegenüber -68,8 Mrd. USD im Vormonat
  • USA (16:00 Uhr) – CBI-Vertrauensindex der Privathaushalte (März) – Konsensprognose 114,0 gegenüber 114,8 im Vormonat
  • Kanada (17:10 Uhr) – Stellungnahme von Zentralbankchef Stephen Poloz
  • USA (18:50 Uhr) – Stellungnahme von Zentralbankchefin Janet Yellen

Schwerpunkte am Vortag

EUR:

Der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex stieg im März auf ein 6-Jahreshoch und übertraf deutlich die Erwartungen der Analysten (112,3 gegenüber erwarteten 111,0).

EUR/USD überstieg gestern erstmals seit dem 11. November 2016 wieder die Marke von 1,09 USD (Höchstkurs: 1,0904 USD).

Der Kurs des Währungspaars profitierte deutlich vom allgemeinen Misstrauen der Anleger gegenüber dem US-Dollar, nachdem US-Präsident Donald Trump am Freitag die Reform der Obamacare aufgegeben hat.

USD:

Die Marktakteure stellen die Fähigkeit des US-Präsidenten in Frage, seine wirtschaftspolitischen Pläne – insbesondere seine Steuer- und Haushaltsreformpläne – letztendlich auch in die Tat umsetzen zu können.

Die Zinssätze für US-amerikanische Anleihen mit 10-jähriger Laufzeit fielen gestern mit unter 2,38% auf ein 1-Monatstief. Gleichzeitig sank auch der US-Dollar-Index auf den niedrigsten Stand seit dem 11. November 2016.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve (Fed) den Leitzins im Juni unverändert beibehält, hat laut dem FedWatch Tool der CME Group die Marke von 50% überschritten.

GBP:

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte gestern in einer Pressekonferenz, die deutsche Regierung benötige etwas Zeit, um eine Antwort auf den offiziellen EU-Austrittsantrag der britischen Regierung zu formulieren, der am Mittwoch gestellt werden soll. Das scheint die Vermutung zu untermauern, dass die EU-Führungsriege es nicht allzu eilig hat, sich in Sachen Brexit an den Verhandlungstisch zu begeben.

Das Britische Pfund war die einzige Währung der G10-Staaten, die keine Einbußen gegenüber dem Euro verzeichnet hat. EUR/GBP gab um 0,1% nach und schloss im Bereich von 0,8650 USD.

Rohöl:

Der Brent-Index notiert wieder im Bereich der psychologischen Schwelle von 50 USD, dem niedrigsten Niveau, das seit Abschluss der Vereinbarung der OPEC-Staaten über die Drosselung der Fördermengen verzeichnet wurde.

Die Marktteilnehmer befürchten, dass die von den OPEC-Staaten und einigen Nicht-OPEC-Mitgliedern wie Russland geschlossene Einigung auf maximale Förderquoten, die im Juni auslaufen soll, nicht ausreichen wird, um die Erhöhung der Ölreserven in Ländern wie den USA und Kanada auszugleichen.

Der kanadische Loonie fiel gestern gegenüber dem Euro auf den niedrigsten Stand seit dem 15. November 2016 (Tiefstkurs 1,4598 CAD).

Die Norwegische Krone sank gestern gegenüber dem Euro auf den niedrigsten Stand seit dem 9. November 2016, also dem Tag, an dem die Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahl bekanntgegeben wurden (Tiefstkurs: 9,2430 NOK).

ZAR:

Der Südafrikanische Rand gab gestern 3,5% gegenüber dem Euro nach. Der Kurs des Währungspaars EUR/ZAR konnte, aufgrund der Sorge um eine größere Umbildung der Regierung durch Südafrikas Präsidenten Jacob Zuma, deutlich zulegen.

Südafrikas Finanzminister Pravin Gordhan, der seine Auslandsreise, die ihn bis Ende der Woche auch in die USA führen sollte, gerade im Vereinigten Königreich begonnen hatte, wurde gestern von Präsident Zuma mit großem Aufsehen nach Südafrika zurückzitiert, da Zuma der Ansicht ist, Gordhan habe für die Durchführung dieser Reise keine Genehmigung erhalten.

Die Glaubwürdigkeit Gordhans wurde damit in Frage gestellt und erinnert an die Phase der Unsicherheit Ende 2015, als sich nacheinander innerhalb von nur zwei Wochen drei Finanzminister ablösten.

In den Augen der internationalen Anleger erfüllt der Finanzminister eine Schlüsselrolle, da sich das Land derzeit in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation befindet und eventuell eine Herabsetzung der Bonität der südafrikanischen Staatsanleihen durch die Ratingagenturen droht.

Themen Heute

Janet Yellen

USA: Die Vorsitzende der Federal Reserve (Fed) hat sich bereits in der vergangenen Woche öffentlich geäußert, ohne dabei neue Informationen bezüglich der von der US-Zentralbank verfolgten Strategie zur Normalisierung der Zinssätze zu liefern. Wird das auch in dieser Woche so sein, nachdem die Börsianer lebhaft auf die Ankündigung reagiert haben, dass Donald Trump das Vorhaben einer Reform der Obamacare aufgegeben hat? Es wird interessant sein, zu beobachten, ob sich Janet Yellen zu diesem jüngsten Ereignis äußert, da man weiß, dass die meisten Fed-Vertreter – aufgrund des mit den wirtschaftspolitischen Plänen des neuen US-Präsidenten verbundenen Optimismus – im Dezember 2016 ihre Wirtschaftsprognosen nach oben korrigiert haben. Ein Bericht und/oder Informationen darüber, dass die versprochenen Reformen doch weniger ambitioniert ausfallen könnten als angekündigt, könnte dazu führen, dass sich die von der Fed in den nächsten Monaten geplante Normalisierung des Zinsniveaus doch etwas langsamer vollzieht. Eine Möglichkeit, die man im Auge behalten wird ... 


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