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Feb 24, 2017 | Devisenmarktanalyse

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Keine Neuigkeiten...Sind das wirklich gute Neuigkeiten? 

  • Der USD verabschiedet sich aufgrund der einsetzenden Müdigkeit von den Höchstwerten
  • Die Royal Bank of Scotland plant Kosteneinsparungen in Höhe von 2 Mrd. GDP nach dem 9. Verlust in Folge - Bloomberg

Der USD verabschiedet sich aufgrund der einsetzenden Müdigkeit von den Höchstwerten

Der USD büßte gegenüber allen wichtigen Währungen gestern an Boden ein, als es während einer relativ ruhigen Sitzung zu Gewinnmitnahmen von Inhabern von USD-Longpositionen kam. Auf den Aktienmärkten kam es zu geringfügigen Kursanstiegen, aber auch dort gibt es erste Anzeichen für ein Nachlassen des Schwungs. 

Das GBP kletterte gegenüber dem USD auf einen mittleren Wert von 1,25, eine während der letzten Wochen häufiger erreichte Marke. Der EUR stieg ebenfalls auf die charttechnisch bedeutsame Marke von 1,0600. Da heute keine wichtigen Konjunkturdaten anstehen und es weiterhin keine Neuigkeiten von der neuen US-Regierung gibt, ist es am wahrscheinlichsten, dass mögliche Bewegungen von weiteren Schließungen der „abgestandenen“ Positionen ausgehen werden. Es ist wahrscheinlich, dass dies zulasten des USD gehen wird, wenngleich das Abwärtspotenzial beschränkt sein dürfte. Auch wenn es den Aktienmärkten gelang, ein weiteres Tageshoch zu erzielen und damit abzuschließen, sind die Zuwächse inzwischen doch recht bescheiden. Die Longposition bei internationalen Aktien ist vermutlich der größte und technisch am stärksten überkaufte Markt der Welt mit starken fiskalpolitischen Anreizen. Diese Anreize müssen erst noch bestätigt werden, sind aber bereits eingepreist.

Die Royal Bank of Scotland plant Kosteneinsparungen in Höhe von 2 Mrd. GDP nach dem 9. Verlust in Folge - Bloomberg

Nach der im Rahmen von US-Ermittlungen über Verkäufe von hypothekarisch gesicherten Wertschriften erzielten Einigung, lag es auf der Hand, dass die Bank einen Verlust verbuchen würde, nachdem sie eine Rücklage in Höhe von 3,8 Mrd. GBP gebildet hatte

Der Nettoverlust belief sich auf fast 7 Mrd. GDP, d.h. deutlich mehr als der im letzten Jahr verzeichnete Verlust in Höhe von 2 Mrd. GDP, wenngleich angemerkt werden muss, dass es einige deftigen Bußgelder und hohe Umstrukturierungskosten gab. Der Betriebsgewinn belief sich letztendlich auf 3,67 Mrd. GDP und lag damit über den ursprünglich vorgesehenen 3,1 Mrd. GDP. Die Bank hat vor kurzem den Plan aufgegeben, das Tochterunternehmen Williams & Glyn zu verkaufen. Die Royal Bank of Scotland plant, im Verlauf der nächsten vier Jahre insgesamt 2 Mrd. GDP einzusparen.

Heutige Konjunkturdaten

Kanada (14:30 Uhr) - Verbraucherpreisindex - Konsensprognose 0,3% gegenüber -0,2% in der vorherigen Veröffentlichung


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