Wöchentliche Marktberichte

Feb 23, 2017 | Devisenmarktanalyse

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  • Das Protokoll der letzten Fed-Sitzung ergab, dass die meisten Mitglieder des US-Offenmarktschusses (FOMC) eine baldige Leitzinserhöhung befürworten 
  • Politischer Zusammenschluss in Frankreich
  • Konjunkturdaten von Heute

Protokoll der letzten Fed-Sitzung zeigt, dass Mehrheit der FOMC-Mitglieder baldige Leitzinserhöhung befürwortet

Der US-Dollar gab zwar kurz nach Veröffentlichung des Fed-Protokolls nach, konnte seine Verluste dann aber wieder wettmachen. Den asiatischen Handelstag beschloss er dann nahezu auf dem Niveau, auf dem er vor Erscheinen des Protokolls notierte. Die Enttäuschung der Marktteilnehmer darüber, dass sich aus dem Protokoll kein eindeutiges Vorhaben ableiten ließ, im März den US-Leitzins zu erhöhen, dürfte vom offenen Timing und der Neutralität des Protokolls der letzten Sitzung ausgeglichen werden.

Da es in der letzten Zeit kaum geldpolitische Neuigkeiten und präzise Nachrichten über eine mögliche US-Leitzinserhöhung gab, überraschte es kaum, dass das Protokoll recht neutral ausfiel. Was sich aus dem Protokoll ableiten lässt, ist, dass die Fed definitiv vorhat, den Leitzins zu erhöhen, vermeiden möchte, zu spät zu reagieren, und „recht bald“ eingreifen möchte. Erwähnt wurde, dass einige Mitglieder die Gefahr sahen, dass mit der Aufwertung des US-Dollar die Gefahr einer wirtschaftlichen Abkühlung einhergehen könnte. Wenn man bedenkt, dass es sich dabei um Aussagen aus einem Protokoll über eine vor einem Monat stattgefundene Sitzung handelt und die US-Konjunkturdaten, die seither veröffentlicht wurden, insgesamt eher positiv ausfielen, zudem sehr viel weniger Politik-Tweets von der US-Regierung kamen und auch verschiedene Fed-Mitglieder in ihren Stellungnahmen immer wieder bestätigt haben, dass man auf den „Sitzungen jeweils tagesaktuell“ entscheide, ist es durchaus nicht ausgeschlossen, dass es im März noch zu einer US-Leitzinserhöhung kommen könnte.

Politischer Zusammenschluss in Frankreich

Der EUR stieg gestern Nachmittag kurzfristig kräftig an, als François Bayrou, der Präsident der Mitte-Partei „Demokratische Bewegung“ bekräftigte, dass er Emmanuel Macron unterstützen werde. Die Umfragen ergaben zudem einen kleinen Rückgang der voraussichtlichen Stimmen für Marine Le Pen.

Der Euro verzeichnete am Nachmittag von dem charttechnisch wichtigen Niveau von 1,0500 USD ausgehend wieder einen Anstieg, nachdem François Bayrou am späten Nachmittag erklärte, er werde nicht als Kandidat antreten, sondern vielmehr den allgemeinen Favoriten Emmanuel Macron unterstützen. Diese Entscheidung, die die Auswahl an Kandidaten in der Mitte verringert, betrachtet man als größere Herausforderung für Marine Le Pen im zweiten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen, da es ihre Chancen auf einen Wahlsieg senkt und damit ein potenzielles Risiko für den Euro ausschaltet. Es wird interessant sein, die ersten Umfragen zu sehen, die nach dieser Entscheidung erscheinen, und zu sehen, welche Wirkung dieser Zusammenschluss auf die französische Wählerschaft hat. Da diese Nachrichten aus Frankreich und das Protokoll der Fed mehr oder weniger parallel erschienen, war der Anstieg des Kurses des Währungspaars EUR/USD recht moderat.

Heutige Konjunkturdaten

USA (14:30 Uhr) – wöchentliche Anzahl der Neuanträge auf staatliche Arbeitslosenunterstützung – Konsensprognose  242.000 gegenüber 239.000 in der Vorwoche


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