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Dez 06, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Handelsoptimismus setzt ein

USD

EUR USD (1,1105)
Einen Tag nach den internen Nachrichten der positiven US-China Gesprächsentwicklung bleibt der Optimismus weiterhin intakt. Dazu beitragen konnte der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums, Gao Feng, welcher sich am Donnerstag über die neuerlich realisierten Fortschritte äußerte. Trotz jüngster Schlagzeilen bleibt ein konkreter Zeitplan für das angekündigte Teilabkommen jedoch aus. Die chinesische Voraussetzung für ein solches Abkommen bleibt auch weiterhin die Rücknahme bestehender Zölle. Ob Donald Trump dieser Forderung nachkommt, bleibt zu hinterfragen.  Der US-amerikanische Präsident lässt seinem Optimismus bei dem Treffen mit Angela Merkel freien Lauf ohne dabei die bestehende Zollerhöhung am 15. Dezember zu erwähnen.

An der Datenfront gab es am gestrigen Handelstag keinen Grund zur Freude. Sowohl die europäischen Einzelhandelsumsätze, als auch die deutschen Werkaufträge verzeichnen erneute Rücksetzer. Interessanterweise ist es die schwache heimische Nachfrage welche als Ursache für die Abkühlung der Werkaufträge verantwortlich gemacht werden kann. Ausländische Bestellungen können sich auf Monatsbasis sogar um 1,5 Prozent festigen.

Am heutigen Tag fällt die gesamte Aufmerksamkeit auf den US-amerikanischen Arbeitsmarktbericht. Von Reuters befragte Ökonomen gehen von einem Jobwachstum von 180 Tausend im November aus. Neuerlich veröffentlichte Leitindikatoren wiesen auf ein gemischtes Bild und somit könnte eine Abweichung von den Erwartungen eine erhöhte Volatilität mit sich bringen.

CHF

EUR CHF (1,0970)
Das zentraleuropäische Währungspaar bleibt auch in dieser Woche größtenteils von dem globalen Risikosentiment bestimmt. Somit ist es nicht verwunderlich, dass der Euro am gestrigen Handelstag noch mal leicht zulegen konnte, obwohl die deutschen Werkaufträge für den November enttäuschend ausfielen. Ein diesjähriger Ausbruchversuch jenseits der Barriere bei 1,1050 bleibt zu hinterfragen, da das Währungspaar eine Tendenz aufweist, im Dezember aufgrund der „Risk-off“ Flows abzuwerten.

GBP

EUR GBP (0,8440)
Eine Woche vor der Neuwahl in Großbritannien legt das britische Pfund noch mal deutlich zu. Angesichts der erhöhten Wahrscheinlichkeit einer konservativen Mehrheit, welche das Brexit-Austrittsabkommen durch das Parlament boxen könnte, zeigen sich Investoren positiv. Die britische Währung wertet somit auf ein neues 22-monatiges Hoch gegenüber dem Euro auf.

PLN

EUR PLN (4,2760)
Der polnische Zloty ist auf einem guten Weg, die größte wöchentliche Aufwertung seit Ende September zu verzeichnen. Ein positiver Nachrichtenfluss aus China und optimistische Handelsschlagzeilen scheinen die Nachfrage nach dem Zloty wieder geweckt zu haben. Auch die noch neutrale geldpolitische Haltung der polnischen Währungshüter bildet eine Stütze für die heimische Währung.

HUF

EUR HUF  (330,60)
Innerhalb der letzten sieben Handelstage konnte sich der Forint um knapp zwei Prozent festigen. Für regionale Investoren wird dies nur einen geringen Trostpreis darstellen, da sich die ungarische Währung weiterhin deutlich über den wöchentlichen gleitenden Durchschnitten bei 324,80 und 316,00 befindet. Beim übergeordneten Chartbild bleibt die Währung in einem Abwärtstrend gefangen, solange sich der EURHUF oberhalb der diagonalen Trendlinie von 329,50 befindet.

CZK

EUR CZK  (25,548)
Ohne Datenveröffentlichungen oder einer Neubeurteilung der tschechischen Geldpolitik halten sich die Bewegungen des Währungspaares weiterhin in Grenzen.  Neue Impulse könnten erst durch einen Ausbruch aus der derzeitigen Spanne zwischen 25,47 und 25,61 entstehen. Mit den Zinsentscheidungen der europäischen und US-amerikanischen Notenbanken und der Neuwahl in Großbritannien könnte sich die nächste Woche jedoch deutlich spannender gestalten.


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