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Apr 09, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Gemütslage bleibt positiv

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die erneute Bestätigung der lockeren Geldpolitik in den Vereinigten Staaten seitens der Federal Reserve treibt die Börsen in Europa nach oben. Der US-amerikanische Börsenindex S&P500 und der europäische Stoxx 600 stießen zu neuen Rekordhöhen empor. Die Börsen in den Schwellenländern notieren aufgrund der relativ durchwachsenen Entwicklung der chinesischen Aktienmärkte unter den jüngst erlangten Höhen. Die Sorgen um eine Reduktion der Liquidität in China überschattet derzeit jegliche Vorteile von dem positiven Weltwirtschaftswachstum.

Die reduzierten Abwärtsrisiken und das starke Wirtschaftswachstum werden die US-Notenbank vorerst nicht vom Weg der lockeren Geldpolitik abbringen. Dies ging aus den gestern veröffentlichten Protokollen der letzten Zinsentscheidung hervor. Die Märkte scheinen den bestätigenden Worten jedoch nicht ganz zu vertrauen und preisen bereits für das nächste Jahr Zinserhöhungen ein. Gegen Ende 2021 wird der erste Zinsschritt eingepreist, wobei bis 2024 laut den Geldmärkten drei weitere folgen könnten. Prognosen von den meisten Großbanken und dem Forschungsinstitut Oxford Economics sehen die erste Zinserhöhung erst im Jahr 2023. In der Zwischenzeit ist die Zahl der Arbeitslosenanträge in den Vereinigten Staaten ist überraschend gestiegen. In der vergangenen Woche stellten 774 Tausend Amerikaner einen Erstantrag auf Arbeitslosenunterstützung. Eine Erhöhung gegenüber der Vorwoche von fast 20 Tausend.

Indes definierte die indische Notenbank am Mittwoch zum ersten Mal ein klares Ziel für ihre Anleihenkäufe im zweiten Quartal, welche sich auf knapp 14 Milliarden US-Dollar belaufen sollten. Davor hatten die Währungshüter bereits den Leitzins trotz der steigenden Inflation und Renditen am Rekordtief von vier Prozent gehalten. Indien hat offiziell die Vereinigten Staaten und Brasilien als das Land mit den meisten täglichen Neuinfektionen überholt. Am Mittwoch verzeichnete die südasiatische Nation mehr als 120 Tausend positive COVID-19 Fälle. Dies drückt auf das Geschäftsklima und die indische Rupie, welche sich gegenüber dem Euro auf gutem Wege befinden, die schwächste Woche seit Anbeginn der Pandemie zu verzeichnen. EUR/INR befindet sich seit der Einführung der Gemeinschafswährung in einem Aufwärtstrend, im Rahmen dessen sich der Wechselkurs von 38,00 auf 87,00 verdoppelt hat.  

Währungsüberblick

EUR – Die deutschen Werkaufträge festigten sich im Februar den zweiten Monat infolge um 1,2 Prozent. Der Industriesektor bleibt somit auch weiterhin der Treiber der Wirtschaftserholung, welcher durch die globale und nun auch heimische Nachfrage gestützt wird. Die Handelsbilanz Deutschland bleibt trotz des Aufschwungs im Industriebereich deutlich unter den Vorkrisenniveaus. EUR/USD konnte gestern trotzdem zum ersten Mal seit dem 23. März die 1,19-Marke überqueren.

USD – Sollte der US-Dollar heute keine große Wende an den Tag legen, wird die Leitwährung wohl die schwächste Woche des neuen Jahres hinter sich bringen. Die US-Notenbank scheint laut den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen keine großen Gründe für eine vorzeitige Straffung zu sehen. Dies trieb den Dollar tiefer. Auf das Jahr gesehen liegt die Währung auf handelsgewichteter Basis jedoch weiterhin drei Prozent im Plus. 

TRY – Die Talfahrt der türkischen Lira, welche durch die Kündigung des türkischen Notenbankpräsidenten ausgelöst wurde, scheint an Fahrt zu verlieren und sich zu verlangsamen. Die klar negative Tendenz der Währung bleibt jedoch bestehen. Laut Daten der vergangenen Woche sind die Fremdwährungsreserven der Notenbank auf das niedrigste Niveau seit 2003 gefallen. Die Reserven haben ersichtlich an den Interventionen der Währungshüter gelitten, nachdem diese versucht haben die Lira vor den Abverkäufen zu schützen.

RUB – Die russische Währung bleibt auch weiterhin von den geopolitischen Anspannungen rund um den östlichen Teil der Ukraine und die Sanktionen der EU und Vereinigten Staaten geprägt. Der Rubel festigte sich nach dem Erreichen des niedrigsten Niveaus seit November 2020 marginal, nachdem sich der Sekretär des Sicherheitsrats der Russischen Föderation gegen eine aktive Intervention in der Ukraine ausgesprochen hatte.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • Keine wichtigen Veröffentlichungen


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