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Jan 21, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Weltwirtschaftsforum

USD

Verschnaufpause in den Staaten

US-amerikanische Investoren hatten aufgrund des nationalen Gedenk- und Feiertages für Martin Luther King Jr. das Privileg, sich nach einigen hochkarätigen Wochen zurückzulehnen. Die fehlende Liquidität aus den Staaten schien den US-Dollar nicht weiter zu belasten, welcher gegenüber dem Euro auf das höchste Niveau des neuen Jahres aufwertet. Kurzfristig könnte die jüngste Aufwärtsdynamik des US-Dollars an Fahrt aufnehmen, solange die anhaltenden Liquiditätsspritzen der Federal Reserve dem Vorhaben der USD-Bullen keinen Strich durch die Rechnung machen.

EUR

Blick auf die $1,1060

Nach einer fünftägigen Talfahrt und dem Erreichen eines mehr als zweijährigen Tiefs scheint sich der EUR/CHF zumindest kurzfristig bei 1,0750 stabilisiert zu haben. In dem seit April 2019 anhaltenden Abwärtstrend haben sich Investoren jedoch zu oft schon die Finger verbrannt, um sich nun einer möglichen Bodenbildung sicher zu sein. Aufgrund einer relativ mageren Datenlage wird somit erst die Zinsentscheidung der europäischen Notenbank am Donnerstag und die Veröffentlichung der deutschen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe für neue Impulse sorgen.

  • EUR/USD - Mit der gestrigen Abwertung steht und fällt der seit Oktober 2019 anhaltende Aufwärtstrend mit dem Niveau 1,1065. Die Grenzschwelle stellt nicht nur die zweimonatige Unterstützung, sondern auch die seit Oktober intakte diagonale Trendlinie dar. Ein Unterlaufen des Niveaus könnte Potenzial für Bewegungen bis 1,10 schaffen.

CZK

Das tschechische Dilemma

Die fehlende Liquidität aus den Vereinigten Staaten scheint die Bewegungen in der zentraleuropäischen Region nicht weiter geschmälert zu haben. Der tschechische Zentralbanker Tomas Holub sorgte mit der Überlegung einer Zinsstraffung bei der nächsten Zinsentscheidung Anfang Februar für eine erneute Aufwertung der Krone. Marktteilnehmer sind sich weiterhin über das nachhaltige Zinsniveau der tschechischen Währungshüter uneinig und so wird das nächste geldpolitische Treffen genauestens beobachtet werden.

  • EUR/PLN – Das Währungspaar konnte sich den vierten Tag infolge festigen und notiert nun 1,2% oberhalb des zuletzt gesetzten 20-monatigen Tiefs.

Global

Werden Zinsentscheidungen irrelevant?

Obwohl die Tagungen der globalen Zentralbanken in Japan, Kanada und der Eurozone diese Woche bevor stehen, scheint die implizite Volatilität weiterhin auf einem erdrückten Niveau zu verharren. Dies scheint die Konsequenz der Erwartungen eines konstanten Zinsniveaus für 2020 darzustellen. Diese Annahme gilt jedoch nur unter den Währungshütern der entwickelten Länder. Zentralbanken in Schwellenländern setzen weiterhin auf eine aktiv expansive Geldpolitik, zu erkennen an den ersten Zinsentscheidungen des neuen Jahres. Sowohl Nordmazedonien als auch Südafrika und die Türkei senken das Zinsniveau und führen die Geldpolitik des vergangenen Jahres weiter fort. In Japan, Kanada und der Eurozone sind keine Veränderungen der Geldpolitik eingepreist. Trotzdem könnte es im Rahmen der Lagebeurteilung zu neuen Impulsen an den Märkten kommen.


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