Wöchentliche Marktberichte

Sep 13, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

ZUSAMMENFASSUNG I 5 THINGS TO KNOW

Weekly

  1. Aktienmärke profitierten von Kapitalzuflüssen. Die Börsen befinden sich auf historischen Höhen und sind laut diversen Indizes relativ hoch bewertet. In diesem Jahr ist bereits mehr Kapital in die globalen Aktienmärkte geflossen (eine Billion US-Dollar)* als kumulativ in den vergangenen 20 Jahren zuvor. Dies macht die Märkte abhängig von einem fortlaufend starken Wirtschaftswachstum und sensibel auf Änderungen der derzeit ultra-lockeren Geldpolitik.
  2. Kurzfristige Sorgen ziehen die Börsen nach unten. Die Anspannung an den Märke über den weiteren Wirtschaftsausblick bleibt jedoch bestehen und führte die Börsenindizes in Asien, Europa und den USA in der letzten Woche nach unten. Steigende Infektionsraten, der Ausblick einer strafferen Geldpolitik und die Abkühlung der Wirtschaftserholung haben die Börsen belastet.
  3. Notenbanken halten den Carry-Trade am Leben - Börsen sinken. Seit dem vergangenen US-Arbeitsmarktbericht, welcher deutlich unter den Erwartungen der Ökonomen lag, haben die Märkte den Zeitpunkt der Liquiditätsreduktion (QT) seitens der Fed um einige Monate nach hinten verschoben. In Verbindung mit der weiterhin sehr expansiven Haltung der europäischen Notenbank ergibt sich trotz der Abschwächung des globalen Liquiditäts- und Wachstums-impulses auch weiterhin ein gutes Umfeld für den Carry-Trade. Insbesondere Währungen wie ZAR, INR, CNY und RUB wurden aufgrund ihrer höheren Zinsdifferenz gegenüber der Eurozone stärker nachgefragt.
  4. EZB verlangsamt Anleihenkäufe, doch ein Ende ist nicht in Sicht. Die EZB bleibt der lockeren Geldpolitik treu und wird trotz der Revision der Prognosen und einer leichten Reduktion der Anleihenkäufe weiterhin genügend Liquidität zur Verfügung stellen. Am Donnerstag haben die Zentralbanken rund um Christine Lagarde somit entschieden, die Pandemie-Anleihenkäufe (PEPP) im vierten Quartal minimal zu reduzieren. Die Zukunft und das Ausmaß des Programms wurden jedoch nicht besprochen und voraussichtlich auf die Sitzung im Dezember verschoben, was das Meeting umso wichtiger machen wird.
  5. Chinas Exporte boomen, doch Neuaufträge deuten auf Abkühlung. Chinesische Exporte sind im August um jährlich 25,6% gestiegen und erreichten mit 294 Milliarden US-Dollar neue Allzeithöhen. Exporte in die Eurozone und Vereinigten Staaten erhöhten sich zum Vormonat, während die asiatischen Länder etwas weniger Güter von China abnahmen. Im Gesamten lagen die Daten - welche dem Delta-Ausbruch in China und den Materialengpässen trotzten - deutlich über den Prognosen. Ausländische Neuaufträge chinesischer Güter fielen im August den vierten Monat infolge und der Dienstleistungssektor fiel laut dem Einkaufsmanagerindex im August in den negativen Bereich.
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