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Jul 03, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Arbeitsmarktbericht stützt die globalen Aktienmärkte

Intro

Die größte Volkswirtschaft der Welt verzeichnet den zweiten Monat infolge einen Anstieg der Arbeitsplätze. Das von dem Arbeitsministerium veröffentlichte Stellenwachstum lag mit einem monatlichen Anstieg von 4,8 Millionen deutlich über den von Ökonomen gehaltenen Erwartungen. In weiterer Folge reduzierte sich die Arbeitslosenquote im Mai von 13,3 auf 11,1 Prozent.

Investoren nehmen den besser als erwarteten Datenpunkt positiv auf, was Aktien weltweit höher handeln lässt. Der kontinentale Stoxx Europe 600 legt um zwei Prozent zu, der Hang Seng Index in Hongkong um 2,9 Prozent und der deutsche DAX springt 2,8 Prozent nach oben. Die implizite Volatilität der US-amerikanischen Börse sinkt den vierten Tag infolge.

Der Tag endet trotz der Sprünge risikoreicherer Anlagen mit einigen Hacken. Ein separater Bericht wies auf, dass die wöchentlichen Anmeldungen für die Arbeitslosenunterstützung in den USA erneut um 1,43 Millionen angestiegen sind. In der Zwischenzeit legten US-Handelsdaten die weiterhin erdrückte globale Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen offen. US-Exporte sinken auf ein mehr als zehnjähriges Tief und weiten das Leistungsbilanzdefizit auf 9,7 Prozent aus. Hinzu kommt, dass die Infektionszahlen weiterhin mit einem Rekordtempo am Steigen sind. Alleine am Mittwoch kamen von den weltweit 150.000 neuen Infektionen 50.000 aus den Vereinigten Staaten.

Weltweit bestätigte Coronafälle: 10.763.604

Weltweit bestätigte Todesfälle: 517.667

Weltweit bestätigte Genesungen: 5.522.094

EUR

Stabilität um 1,1220

Die europäische Gemeinschaftswährung fängt den gestrigen Handelstag angesichts der aussichtsreichen Gemütslage positiv an. Die Gewinne des frühen Handels mussten am Nachmittag jedoch wieder abgegeben werden, nachdem der US-amerikanische Arbeitsmarktbericht die Stärke des US-Dollars in den Vordergrund rücken ließ. Somit stabilisiert sich der Euro um das Niveau 1,1220. In der gesamten Woche ist das Währungspaar EUR/USD um nur etwas mehr als ein Prozent geschwankt. Dies ist die niedrigste Bewegungsspanne seit Beginn der Coronakrise im März. Abgesehen von der Veröffentlichung der Einzelhandelsumsätze und dem Treffen der Eurogruppe bietet die kommende Woche wenige Risikoereignisse.

EZ: Einkaufsmanagerindex (10:00)

USD

4,8 Millionen neue Jobs

In den Vereinigten Staaten endete die Woche anlässlich des Unabhängigkeitstags bereits gestern. Trotz der positiven Bewegung am gestrigen Handelstag wird es der US-Dollar voraussichtlich nicht schaffen, die zweite wöchentliche Abwertung infolge gegenüber dem Euro zu verhindern. Nichtsdestotrotz hält sich die globale Leitwährung angesichts des positiven Risikosentiments, welches historisch gesehen zu Abwertungen des US-Dollar geführt hat, stabil. Der Handelsgewichtete US-Dollar-Index bewegt sich somit weiterhin bereichsgebunden zwischen 96,40 und 97,60. Die breitere Spanne liegt zwischen 95,50 und 98,40. In der nächsten Woche wird es keine hochkarätigen Veröffentlichungen in den USA geben. 

Risikoereignisse des Tages

  • US: Feiertag – Finanzmärkte geschlossen

GBP

Gespräche vorzeitig beendet

Große Durchbrüche gab es in den dieswöchigen Handelsgesprächen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien nicht. Die von beiden Seiten angesprochenen divergenten Ansichten und Meinungsverschiedenheiten führten gestern zu einem frühzeitigen Abbruch der Gespräche. In der nächsten Woche sollen die Verhandlungen jedoch weiter gehen.

Das britische Pfund gibt marginale Gewinne gegenüber dem US-Dollar ab, kann gegenüber dem Euro jedoch die dritte tägliche Aufwertung infolge erkämpfen. EUR/GBP befindet sich seit dem Februar in einem Aufwärtstrendkanal, dessen Unterseite derzeit bei nahe 0,8980 liegt. Ein nachhaltiger Trendwechsel würde jedoch erst bei einem Unterlaufen der Unterstützung bei 0,8780 eingeleitet werden können. Das Vorkrisenniveau bei 0,83 bleibt in weiter Ferne.

Risikoereignisse des Tages

  • GB: Markit Einkaufsmanagerindex (10:30)


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