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Mai 26, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Geringes Volumen zum Wochenbeginn 

Intro

Investoren scheinen die jüngst aufgekommenen Anspannungen zwischen China und den USA vorerst beiseitegelegt zu haben, was den Börsen in den meisten Teilen der Welt zu einem positiven Wochenauftakt verhilft. Der deutsche Aktienleitindex (DAX) festigt sich 2,87% zum Vortag, während der Ölpreis (Sorte Brent) ein 10-Wochen-Hoch erreichen konnte. Der Handelsstreit zwischen den beiden Großmächten bleibt jedoch weiterhin im Zentrum des Geschehens, zumal Washington 33 neue chinesische Institutionen auf die Schwarze Liste gesetzt hat. Neben vorgeworfenen Menschenrechtsverletzungen bleibt der über die psychologische Grenze von USD/CNH 7,00 abgewertete Yuan ein möglicher Streitpunkt im amerikanisch-chinesischen Handelskrieg. In der Zwischenzeit versucht Peking zumindest auf der heimischen Front für Sicherheit zu sorgen und bestätigt, dass das Hongkong Sicherheitsgesetz nicht die Autonomie des Kleinstaats in Gefahr bringen wird.

Weltweit bestätigte Coronafälle: 5.497.532

Weltweit bestätigte Todesfälle: 346.269

Weltweit bestätigte Genesungen: 2.232.593

EUR

Geschäftsklima zeigt leichte Verbesserung

Die Veröffentlichung des wohl wichtigsten Stimmungsbarometers Deutschlands geht ohne größere Überraschungen über die Bühne. Das Ifo Geschäftsklima fügt sich in eine Reihe bestehender Leitindikatoren, welche ein relativ einheitliches Bild der europäischen Volkswirtschaften skizzieren. Aus den jüngsten Veröffentlichungen kann vorsichtig darauf geschlossen werden, dass die Wirtschaftsaktivität derzeit wohl eine Bodenbildung signalisiert.

Eine anfangs geglaubte V-förmige Erholung könnte jedoch ausbleiben, zumal Unsicherheiten an den Märkten sowohl die Konsumausgaben, als auch die Investitionstätigkeiten limitieren. Das deutsche Geschäftsklima steigt im Mai von 74,3 auf einen Wert von 79,5. Trotz der verbesserten Gemütslage deutscher Investoren bleibt dies der zweitschlechteste Wert seit der Wiedervereinigung.

EUR/USD bleibt angesichts des geringen Handelsvolumens kaum von der Datenlage beeinflusst und notiert marginal niedriger zum Vortag. Mit der nun dritten täglichen Abwertung infolge bleibt die seit April anhaltende Bewegungsspanne zwischen 1,0770 und 1,1000 weiterhin intakt.

Risikoereignisse des Tages

  • DE: Gfk Verbrauchervertrauen (08:00)
  • EZ: Finanzstabilitätsbericht (15:00)

CNH

Yuan bleibt bereichsgebunden

Die marginalen stimmungsgetriebenen Schwankungen des chinesischen Yuan scheinen die diesjährige Bewegungsspanne der Währung noch nicht in Gefahr gebracht zu haben. EUR/CNH konnte in den vergangenen Wochen zwar von der jüngsten Verschärfung der amerikanisch-chinesischen Anspannungen profitieren. Das Währungspaar schafft es jedoch nicht, die seit dem 12. März anhaltende Abwärtstrendlinie, derzeit bei 7,83, zu durchbrechen.

Die positiven und negativen Währungsfaktoren halten sich momentan die Waage. Potenzielle Sanktionen seitens der US-amerikanischen Regierung gegen China und die Möglichkeit weiterer Anspannungen – insbesondere vor der US-Präsidentschaftswahl im November – könnten mittelfristige Risiken für den Yuan darstellen.

Kurzfristig scheinen Investoren jedoch nicht die Bereitschaft zu besitzen, die Währungshüter mit starken Yuan-Verkäufen testen zu wollen. Aufgrund der bislang geschlossenen Staatsgrenzen blieb die inländische (chinesische) Nachfrage nach Fremdwährungen auf niedrigen Niveaus, was dem Yuan in Verbindung mit dem höheren CNH-USD Zinsdifferenzial zugunsten gekommen ist.

Vor diesem Hintergrund könnte die Geldpolitik wieder eine größere Rolle bei der Bestimmung der Wechselkurse einnehmen. Sollte sich die chinesische Zentralbank zu aggressiveren Lockerungen – in Form größerer Reduktionen der Mindestreserve – verleiten lassen, könnte der Yuan dementsprechend reagieren.

Risikoereignisse des Tages

  • CN: Keine Wirtschaftsveröffentlichungen

HUF

Zinsentscheidung im Fokus

Zentraleuropäische Währungen skizzieren zu Wochenbeginn ein gemischtes Bild. Der polnische Zloty und die tschechische Krone können sich marginal zum Vorhandelstag festigen, während der ungarische Forint in Antizipation auf die heutige Zinsentscheidung abwertet. Von Reuters befragte Ökonomen und Analysten gehen von keiner Veränderung der Leitzinsen aus, da die derzeitigen Marktunsicherheiten ein zurückhaltendes Auftreten der Notenbank rechtfertigen könnten.

Da sich die jüngste Datenschwäche größtenteils in den Wechselkursen widerspiegelt, blicken Marktteilnehmer nun gespannt auf die kommenden Wirtschaftsveröffentlichungen für den Monat Juni. Der letzte Monat des zweiten Quartals wird entscheidend für die Frage sein, wieviel der Wirtschaftsabkühlung im April und Mai kompensiert werden konnte.

Der Internationale Währungsfond prognostiziert in allen drei zentraleuropäischen Ländern eine Wirtschaftsverlangsamung für das Jahr 2020. Am stärksten würde es dabei die Tschechische Republik treffen, die laut den Prognosen der Institution eine Wirtschaftskontraktion von 6,5 Prozent verzeichnen könnte. Polens Wirtschaft  könnte 4,6 Prozent und Ungarns 3,1 Prozent sinken.

Risikoereignisse des Tages

  • PL: Arbeitslosenquote (10:00)


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