Jetzt starten!

Tägliche Marktberichte

Jän 17, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Kurzfristig positive Signale

USD

Positive Wirtschaftsdaten stärken den Dollar

Eine sonst unspektakuläre Reihe von Datenveröffentlichungen scheint dem US-Dollar doch noch einen Schub mit auf den Weg gegeben zu haben und lässt die Währung leicht stärker zurück. Sowohl die US-amerikanischen Einzelhandelsumsätze, als auch ein Indikator für das verarbeitende Gewerbe der Federal Reserve in Philadelphia und ein Maß für die Arbeitsbeschäftigung verzeichnen leichte Gewinne. Sollten die heutigen Veröffentlichungen des Michigan Sentiment Indizes und der Industrieproduktion nicht enttäuschen, könnte der US-Dollar gegenüber dem Euro eine positive Woche verzeichnen.

EUR

Mittelfristige Neutralität der EZB garantiert?

Wie effektiv gestaltet sich die Geldpolitik in Zeiten niedriger und welche Konsequenzen begleiten eine jahrelange Negativzinspolitik. Diesen Fragen will sich die Europäische Zentralbank bei der nächste Woche beginnenden strategischen Beurteilung der eigenen Geldpolitik widmen. Den jüngsten Aussagen einiger Währungshüter zufolge bleibt die Wahrscheinlichkeit eines Richtungswechsels gering. Negative Zinsen bergen laut einigen Zentralbankern zwar eine gewisse Gefahr. Der Punkt, an dem sich die Zinsen negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken, sei jedoch noch nicht erreicht. Da die geldpolitische Beurteilung erst gegen Ende des Jahres abgeschlossen wird, hält sich die kurzfristige Relevanz des Ganzen noch in Grenzen. Indirekten Einfluss auf den Wechselkurs könnte die akademische Diskussion jedoch schon weitaus früher einnehmen, da die Währungshüter wohl keine drastischen Richtungsänderungen vor dem Urteil des eigenen Berichts wagen werden.

RMB

Rückzug vom siebenjährigen Hoch

Aufgrund einer fehlenden Datenlage in Zentraleuropa blieben allzu große Kursbewegungen aus. Regionale Investoren erhofften sich richtungsweisende Impulse von den internationalen Märkten, waren jedoch erstaunt zu vermerken, dass die positive Stimmung einen Tag nach der Unterzeichnung des US-China Teilabkommens schon wieder verschwunden war.

• Die Krone gibt einige Gewinne wieder ab, nachdem die zentraleuropäische Währung am Vortag den höchsten Wert der letzten sieben Jahre erreicht hatte. Und obwohl die Krone aufgrund der überkauften Position anfällig für weitere Verluste bleibt, muss sich der Euro erst wieder über die 25,41 kämpfen, um in den kurzfristig neutralen Bereich zu gelangen.

TRY

Zentralbank lockert ihre Geldpolitik

Die türkische Zentralbank übertrifft die Erwartungen der von Reuters befragten Ökonomen und senkt den Leitzins um 75 Basispunkte auf einen Wert von 11,25 Prozent. Der türkische Präsident wird die erneute geldpolitische Lockerung dankend annehmen, da dieser Schritt dem Ziel von Recep Tayyip Erdogan entgegenkommt, die Zinsen in den einstelligen Bereich zu drücken. Dafür scheint der Präsident sogar bereit zu sein, die Unabhängigkeit der Zentralbank aufs Spiel zu setzen. Im Sommer hatte Erdogan den damaligen Notenbankpräsidenten abberufen, da sich dieser angesichts der hohen Inflation nicht mit einer weiteren Zinslockerung anfreunden konnte.

• Trotz der marginal stärkeren Zinssenkung der Währungshüter bleibt die Reaktion der türkischen Lira verhalten. Kurz nach der Verkündung der Lockerungsmaßnahme notiert die EUR/TRY sogar leicht gestärkt bei 6,5230.


Erhalten Sie tägliche Devisenmarktberichte

An fünf Tagen in der Woche bietet unser Newsletter tägliche Trends und Marktinformationen sowie welche wichtigen Ereignisse die Märkte beeinflussen könnten.