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Tägliche Marktberichte

Jän 14, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Vorfreude auf den Frieden?

USD

Was bedeutet das Teilabkommen für die Märkte?

Nach jahrelangen Komplikationen scheint die Vorfreude auf die am Mittwoch womöglich in Stein gemeißelte Teileinigung der beiden Großmächte groß zu sein. Und obwohl die Euphorie für einen positiven Wochenauftakt an den globalen Aktienmärkten gesorgt hatte, bleiben Unsicherheiten über die Einzelheiten des noch nicht übersetzen Vertrages bis zu der offiziellen Veröffentlichung des Dokumentes bestehen. Einige Ökonomen zeigen sich skeptisch über die Pläne einer Ausweitung der chinesischen Ankäufe US-amerikanischer Agrarprodukte, insbesondere vor dem Hintergrund der womöglich unrealistischen Mengen und der noch fehlenden Bestätigung der Kaufbereitschaft seitens Chinas. Nachhaltig wird die Struktur des Abkommens einen deutlich höheren Stellenwert erhalten, als die einzelnen Bedingungen im Dokument. Insbesondere die Frage, ob die Teileinigung als legale Basis für ein breiteres Abkommen dienen könnte, wird langfristig entscheiden sein. Fürs Erste bleiben chinesische Waren im Wert von mehr als 300 Milliarden US-Dollar verzollt.

EUR

Fehlende Datenlage kommt dem Euro zugute

Ohne signifikante Datenveröffentlichungen und einer fehlenden Neubewertung der Europäischen Zentralbank bleiben die heimischen Katalysatoren für die Gemeinschaftswährung aus. An der wichtigen Schwellgrenze bei EUR/USD 1,1090 übernehmen die Käufer somit wieder das Ruder und heben die Notierung angesichts des leichten Optimismus wieder nach oben. Ohne eine Verbesserung der Datenlage wird es sich für den Euro schwierig gestalten, sich oberhalb des 200-tägigen gleitenden Durchschnitt bei 1,1140 zu halten.

PLN

Inflation steigt auf siebenjähriges Hoch

Das tschechische Preisniveau nimmt das Momentum der letzten Monate ins neue Jahr mit und steigt zum zweiten Mal infolge auf ein siebenjähriges Hoch. Mit dem nun 3,2-prozentigen jährlichen Anstieg befindet sich die Teuerungsrate über dem Inflationsziel der Währungshüter. Dies lässt die Spekulationen bezüglich einer möglichen Zinsstraffung wieder aufblühen und treibt die Krone erneut auf ein 23-monatiges Hoch gegenüber dem Euro.

• EUR/PLN kann sich erneut nicht über die 4,25-er Marke kämpfen und bleibt somit in Nähe des 20-monatigen Tiefs und anfällig für weitere Verluste.
• In der Zwischenzeit setzt der Forint seine Talfahrt weiter fort und erreicht bei 335,20 ein fünfwöchiges Tief. Die heutigen ungarischen Verbraucherpreise könnten neue Impulse setzen.

GBP

Kommt nun die Zinssenkung der Bank of England?

Mit dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und dem Anfang der Abkommensverhandlungen scheint nun wieder die Datenlage den Haupttreiber der britischen Währung übernommen zu haben. Dies macht die Sache natürlich nicht gerade besser für das Pfund, zumal die neuerlichen Veröffentlichungen keinen positiven Nachgeschmack bei den Investoren zurücklassen und die Spekulationen einer möglichen Zinssenkung der Bank of England antreiben. Die gestern veröffentlichte Datenwelle brachte erneut keine Erholung und ließ auf eine Fortsetzung der Industrieschwäche schließen, was die Wahrscheinlichkeiten einer Zinslockerung am 30. Januar über die 50 Prozent Marke trieb.


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