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Okt 15, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Handelsfrieden schon wieder vorbei?

USD

EUR USD (1,1030)
Die umfangreichen Fortschritte in den US-China Handelsgesprächen scheinen der chinesischen Seite wohl nicht genug gewesen zu sein um das verkündete Teilabkommen zu unterzeichnen und sich nachhaltig an die damit gesetzten Bedingungen zu verpflichten. Somit müssen sich Marktteilnehmer noch eine Weile auf das von Donald Trump am Wochenende proklamierte „Phase-1-Abkommen“ gedulden, was das Risikosentiment erneut leicht angeschlagen zurücklässt. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertrauten Personen, dass die Gespräche und die mögliche Unterzeichnung dieses ersten Mini-Deals Ende Oktober stattfinden könnte. Somit bleibt es fürs Erste nur ein mündlicher Vertrag, welcher zwischen den beiden Staaten besteht und die Märkte gegen Ende der letzten Woche zum Höhenflug verleitet hatte. Neue Entwicklungen bezüglich des genauen Zeitpunkts weiterer Gespräche und Informationen über die im Teilabkommen einbegriffenen Themen halten das Potenzial inne, den EURUSD im Laufe der nächsten Wochen zu dominieren.

GBP

EUR GBP (0,8730)
Den britischen Vermittlern geht langsam die Zeit aus, um die Europäische Union von dem vermeintlichen Austrittsplan von Boris Johnson zu überzeugen. Nach der ersten Vorfreude über die Entwicklungen zwischen dem britischen und irischen Premierministern, setzt die Skepsis der Marktteilnehmer wieder ein und dämpft die größte zweitägige Aufwärtsbewegung (+2,98 Prozent) des Pfunds seit 10 Jahren. Obwohl die Brexitgespräche bei dem EU-Gipfel am Donnerstag weiterhin die meiste Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen werden, bleibt die Datenlage für das Königreich ebenfalls von Bedeutung. Im Fokus stehen dabei die Arbeitslosenquote (heute), der Verbraucherpreisindex (morgen) und die Einzelhandelsumsätze am Donnerstag. Diese Wirtschaftsveröffentlichungen werden in Verbindung mit dem weiteren Brexit-Geschehen die Bewegungen des Währungspaares bestimmen, welches sich derzeit knapp oberhalb des Unterstützungsbereichs 0,8700 befindet.

CHF

EUR CHF (1,0992)
Die Gemüter scheinen sich bei dem vermeintlichen Zustandekommen des Teilabkommens zwischen China und den USA zu spalten und lassen keine allzu großen Wechselkursbewegungen zu. Somit bleiben die Verluste der europäischen Gemeinschaftswährung limitiert, da Investoren trotz der Skepsis weiterhin auf konkrete Informationen bezüglich des Deals warten. Datenseitig könnte eine schwache Lesung des deutschen ZEW ökonomisches Sentiments zu leichten Abwärtsbewegungen des Währungspaares führen. Nachhaltiges Potenzial bis 1,0900 (50-1D Moving Average) dürfte jedoch erst durch einen politischen Katalysator wie der Verschlechterung an der Brexit-Front ausgelöst werden.

PLN

EUR PLN (4,2950)
Unsicherheiten über die tatsächliche Natur des ausgehandelten US-China Teilabkommens scheinen den Zloty in seiner Aufwärtsbewegung nicht weiter gestört zu haben. Somit verzeichnet die polnische Währung inmitten des Wahlsieges der regierenden PiS-Partei bei den am Sonntag gehaltenen Parlamentswahlen die fünfte Aufwertung infolge. Nachhaltige Implikationen des zweiten Mandats der „Recht und Gerechtigkeit“-Partei werden wohl ein Anstieg des Mindestlohns und des öffentlichen Schuldenstandes sein. Den Zloty sollte dies in der langen Frist kaum stören, solange sich das Staatsdefizit unterhalb des Maastricht-Kriteriums von drei Prozent befindet. Das gestrige Unterlaufen des Niveaus 4,30 (200-1D Moving Average) birgt nun Potenzial weiterer Bewegungen bis 4,27, wobei an der Oberseite der Bereich um 4,32 mögliche Erholungen des Euro limitieren könnte.

HUF

EUR HUF (331,70)
Regionale Investoren scheinen durch die globalen Geschehnisse verunsichert worden zu sein und limitieren allzu große Positionen im Forint. Zwar konnte sich die ungarische Währung leicht stärken, bleibt jedoch in einem Abwärtstrend, solange sich das Währungspaar oberhalb des Niveaus 327,90 befindet. Sollte es im Laufe der Woche zu einem erneuten „Risk-off“ Sentiments kommen, bleiben Bewegungen in Richtung 336,00 nicht auszuschließen.

CZK

EUR CZK (25,830)
Obwohl die tschechische Krone die am Freitag erlangten Gewinne am gestrigen Handelstag wieder abgeben musste, bleibt die tägliche Bewegungsspanne weiterhin marginal und lässt keine großen Volatilitätssprünge zu. Relevant werden die Bewegungen des zentraleuropäischen Währungspaares erst dann wieder, sollte der Korridor zwischen 25,70 und 25,97 brechen.


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