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Mai 07, 2020 | Risikomanagement

Währungsrisiko im internationalen Handel in der COVID-19-Ära - was sollte jeder Unternehmer wissen?

Immer mehr Firmen wagen sich an das internationale Warengeschäft. Es gibt auch solche, die in erster Linie importieren und/oder exportieren und dabei mit internationalen Kunden oder Lieferanten zusammenarbeiten. Während der aktuellen globalen Pandemie ist der internationale Handel allerdings sehr eingeschränkt. Man kann jedoch davon ausgehen, dass der int. Warenhandel zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden kann. Hierbei sind jedoch weiterhin Währungsrisiken zu beachten.

Eine gute Strategie kann jedem Unternehmen dabei helfen, sich bei Währungsschwankungsrisiken abzusichern. Das Risiko wird nicht vollständig eliminiert, aber es kann Unternehmern helfen, sich vor Risiken zu schützen, die ihr Endergebnis verschlechtern könnten.

 

Volatilitätsanalyse und Risikoidentifizierung

Die Vorbereitungen zur Erstellung einer Strategie beginnt mit einer Analyse des Währungsrisikos, dem das Unternehmen ausgesetzt ist. Währungskursschwankungen gehören zu den am wenigsten vorhersehbaren Faktoren beim internationalen Handel. Je höher der internationale Umsatz, desto höher ist das Währungsrisiko, das das Unternehmen eingeht. Dies wird in Zeiten der Marktinstabilität, z.B. angesichts der aktuellen Pandemie, noch wichtiger. Für die Risikoanalyse ist es daher notwendig, die Volatilität des betreffenden Währungspaares zu beobachten, die zeigt, wie stark sich der Wechselkurs in einer bestimmten Zeiteinheit verändern kann.

Der nächste Schritt besteht darin, die Verkaufs- oder Einkaufsprozesse zu prüfen und den Zeitpunkt zu ermitteln, zu dem das Währungsrisiko auftritt. Unsere Erfahrung zeigt, dass viele Unternehmer erst dann darüber nachdenken, wenn sie eine Rechnung erhalten oder ausstellen, und in der Zwischenzeit beginnt das Risiko meist schon während der Zeit der Prognose von Käufen oder Verkäufen, noch bevor ein Preisangebot erstellt wird.

 

Entwicklung einer Strategie

Leider gibt es keine Strategie für das Währungsrisikomanagement, die für alle Unternehmen ideal ist. Ihre Struktur und Dauer hängt von den Besonderheiten des Unternehmens ab und sollte nach einer eingehenden Analyse der Kostenstruktur, der Einnahmen und der Unternehmensmerkmale erstellt werden. Experten unterscheiden zwei allgemeine Ansätze für das Risikomanagement: passiv und aktiv. Beim ersten Ansatz hängt unser Finanzergebnis überhaupt nicht vom Markt ab, sondern wir verringern das Währungsrisiko. Ein proaktiver Ansatz beinhaltet den Einsatz flexiblerer Instrumente, die es uns ermöglichen, an positiven Marktveränderungen teilzuhaben, die jedoch oft mit höheren Kosten und/oder Risiken verbunden sind.

 

Das Spektrum der Instrumente

Unabhängig von der Art der Strategie gibt es verschiedene Absicherungsinstrumente:Termingeschäfte und Währungsoptionen. Terminkontrakte ermöglichen eine "starre" Absicherung des Wechselkurses, d.h. unabhängig von künftigen Veränderungen auf dem Devisenmarkt legt das Unternehmen bereits heute mit der Bank den Kurs fest, zu dem es das Geschäft in Zukunft abwickelt. Eine Währungsoption hingegen ermöglicht es Ihnen,  die gewählte Währung am Abrechnungstag in der Zukunft für eine andere Währung zu kaufen oder zu verkaufen. Mit dem Einsatz von Währungsoptionen können Sie auch flexiblere Strukturen zur Absicherung des individuellen Währungsrisikos Ihres Unternehmens aufbauen, wobei spezifische Abrechnungstermine, Volatilität und Kurse berücksichtigt werden.

 

Strategie in 4 Schritten

Zusammenfassend kann die Entwicklung einer Risikomanagementstrategie in 4 grundlegenden Schritten erfolgen. Der erste Schritt wäre, Risiken zu identifizieren und die aktuellen Kurse mit der Budgetrate des Unternehmens zu vergleichen. Dann müssen Sie die Hauptziele festlegen, die Sie erreichen wollen, und die Auswirkungen der Volatilität des Währungspaares auf die Marge Ihres Unternehmens abzuschätzen. Der nächste Schritt ist der Aufbau einer Strategie, die z.B. aus einem oben beschriebenen Instrumentarium besteht. Der Prozess schließt die Umsetzung der Strategie ab.

Es ist unmöglich vorherzusagen, welche Bewegungen auf dem Devisenmarkt stattfinden werden, aber durch die Umsetzung einer geeigneten Devisen-Risikomanagement-Strategie können Unternehmer den wirtschaftlichen Turbulenzen entgegenwirken und sich einen stabilen Platz auf dem Wettbewerbsmarkt sichern. Mit Blick auf die letzten Wochen und die Frage, wie sich das Wirtschaftsleben von einem Tag auf den anderen verändern kann, lohnt es sich daher, zumindest den Aspekten im Zusammenhang mit dem allgemein verstandenen finanziellen Risiko im Betrieb eines Unternehmens Aufmerksamkeit zu schenken.

 

Benachteiligungen und Risiken

Hedgingprodukte sind derivate Finanzinstrumente, die durch sich ändernde Wechselkurse Risiken unterworfen sind. Dies geht mit Risiken und Nachteilen einher.Bei Unsicherheiten in Bezug auf Ihr Risikomanagement raten wir vom Erwerb von Finanzinstrumenten ab.

 

Über Western Union Business Solutions

Western Union Business Solutions, eine Sparte der Western Union Fortune 500 Company, ist ein weltweit führender Anbieter von internationalen Geschäftszahlungen und maßgeschneiderten Risikomanagementlösungen. Wir betreuen Kunden aller Größen, von KMUs bis hin zu Großkonzernen, und bieten umfangreiche Erfahrung bei der Entwicklung von Fremdwährungsstrategien zur Risikominimierung. Unser Team in Frankfurt steht Ihnen als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung, um Sie bei Ihren globalen Finanztransaktionen zu unterstützen. Dies ermöglichen wir durch einen Zugang zu über 130 Währungen, Echtzeitkursen, sowie einem, sich über mehr als 200 Ländern erstreckenden, globalen Finanznetzwerk. Unter der Banklizenz von Western Union International Bank, zu der WUBS gehört, können wir unseren Kunden ein breites Angebot von Finanzprodukten anbieten.

 

Autor: Bernhard Kreuzwegerer, Key Client Account Manager bei Western Union Business Solutions
 
 

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