Globale Themen

Der Euro zeigt sich stark

USD

EUR USD (1,1310) 

Ein positiver Nachrichtenfluss aus China (Exporte stark gestiegen) und der Eurozone (Industrieproduktion fällt weniger als erwartet) erzeugte am Freitag einen Aufwärtstrend und verhalf dem Paar, die Woche positiv zu beenden.

Zusätzlich zu den besser als erwarteten Industriezahlen aus der Europäischen Union sah sich der Dollar einem Fall des Verbrauchervertrauens entgegen (Michigan Verbrauchervertrauensindex fällt).

 

Das Paar befand sich seit Februar 2018 nach einem Anstieg auf 1,25 in einem negativen Abwärtstrend, welcher bei 1,1174 zweimal seinen Boden fand und sich seit dem ersten April 2019 weiter von diesem Niveau entfernen konnte. Positive Wirtschaftsdaten verhalfen dem Paar trotz leicht pessimistischer Aussagen Mario Draghis die 1,13 zum ersten Mal seit drei Wochen zu überschreiten. Ob dieser Richtungswechsel langfristigen Bestand hat, könnten die Veröffentlichungen dieser Woche ergeben.

Entscheidend für den Euroraum bleiben dabei die ZEW Konjunkturerwartungen (Dienstag), die Verbraucherpreisindizes (Mittwoch) und die MARKIT Einkaufsmanagerindizes (Donnerstag).

 

Nach zuletzt enttäuschenden deutschen Industriezahlen wäre ein positiver Nachrichtenfluss ein wichtiger Indikator für die Verbesserung der europäischen Wirtschaft. Hoffnungen auf eine Erholung gaben dabei die jeden Monat veröffentlichten IFO Einkaufsmanagerindizes (PMIs), welche im März den ersten Anstieg seit August 2018 vermerken konnten und so die Frage offen ließen, wie es wirklich um die deutsche Industrie steht.

CHF

EUR CHF (1,1332) 

Alleinig die Erzeugerpreise (Montag) und die Handelsbilanz (Freitag) stehen für die Schweiz in der kommenden Woche an und somit werden Veröffentlichungen für den Euroraum weitere Preisbewegungen steuern.

Der kurzfristige Aufwärtstrend bleibt weiterhin vorhanden und dadurch könnte das Paar von einem überraschend positiven Nachrichtenfluss nach oben getrieben werden. Weiteres Voranschreiten wird derzeit durch 1,1365 und 1,1400 verhindert

GBP

EUR GBP (0,8638) 

Die Austrittsverlängerung Großbritanniens konnte keinen Aufschub für das Pfund (gegenüber dem Euro) generieren und so steigt das Paar an sieben von neun Tagen wiederholt nach oben.  Nach Verkündung der Austrittsverlängerung (auf den 31. Oktober) fiel die Volatilität der Währung auf ein Rekordtief. Diese geringe Volatilität könnte jedoch ihr Ende haben. Äußerungen von Schatzkanzler Philip Hammond lassen auf einen Deal in den nächsten Wochen hoffen. Es bleibt aber weiterhin fraglich, ob Premierministerin Theresa May einen erneuten Versuch startet, vor Ostern ein viertes „meaningful vote“ vor das Parlament zu bringen. 

 

Kurzfristig bleibt der Kurs von dem Verbraucherpreisindex (Mittwoch) beeinflusst, wobei ein Anstieg der Inflation von 1,9% auf 2,0% zu erwarten ist. Gekoppelt mit einem erwarteten leichten Fall der europäischen Inflation könnte dies einen negativen Antrieb für das Paar generieren, bleibt jedoch relativ unwahrscheinlich. Gespräche einer Zinserhöhung der Bank of England sind aufgrund eines starken Arbeitsmarktes (Arbeitslosigkeit auf einem 40-jährigen Tief) und anhaltend wachsender Inflation nicht auszuschließen. Sowohl ein No-Deal, als auch ein Soft-Deal Szenario würden ein Anheben des Zinssatzes rechtfertigen. Preisbewegungen werden auch diese Woche von der Datenlage abhängig sein, wobei der positive Bias weiter anhält und ein Vorstoßen Richtung 0,8820 möglich erscheinen lässt.

CZK

EUR CZK (25,600)

Die tschechische Krone bleibt trotz leichter Schwäche am Freitag auf ihrem dreiwöchigen Hoch. Eine starke heimische Nachfrage treibt die Inflation kontinuierlich nach oben und lässt eine Zinserhöhung immer wahrscheinlicher werden. Erwartungen über eine bis potenziell zwei Zinsanhebungen dieses Jahr bleiben weiterhin hoch. Diese wäre laut Marktteilnehmern für das Ende des Jahres angesetzt, da eine Erhöhung im Mai durch globale Risiken und die taubenhafte Position der europäischen Zentralbank beschränkt wird. Die unsichere Position der Gemeinschaftswährung bleibt jedenfalls erhalten, solange 25,680 an der Oberseite nicht überwunden wird. Das derzeitige Risiko an der Unterseite wird durch Unterstützungen bei 25,580 und 25,520 (Tief 07. Januar) etwas eingedämmt.

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