Globale Themen

Peking spricht

USD

EUR USD (1,1335)

Es mag gestern durchaus Finanzmarktteilnehmer gegeben haben, die insgeheim gottfroh waren, dass die US-Administration anlässlich des Todes des früheren Präsidenten George H. W. Bush einen nationalen Trauertag anberaumt hatte. Denn damit wurde gleichzeitig die negative Nachrichtenspirale, die sich vor allen Dingen auf die US-Aktienmärkte stark ausgewirkt hatte, zumindest für eine gewisse Zeit lang unterbrochen. Zeit, um sich an die plötzlich neu entstandene Situation zu gewöhnen. Dabei waren die Wachstumssorgen wegen der US-Zinsstruktur¬kurve, die am Dienstag immerhin in zwei Abschnitten invers verlaufen war, vielleicht doch zu stark ins Rampenlicht der Aufmerksamkeit gerückt. Aber der Übergang und die Nähe mancher Renditeabstände von US-Staatsanleihen zur jeweiligen Nulllinie verdienen immer besondere Aufmerksamkeit, vor allen Dingen bei den Kommentatoren.
Zusätzlich zu dieser an und für sich bereits ungünstigen Gemengelage hatte US-Präsident Donald Trump am Dienstagabend teils harsche Worte und einige unangenehme Tweets in Richtung China vom Stapel gelassen. Fast schon musste man befürchten, dass nach dem verbalen Triumphzug Trumps zu Wochenbeginn der gerade erst angekündigte Waffenstillstand im Handelskonflikt zwischen den USA und China schon bald wieder infrage gestellt werden könnte. Zumindest war es verständlich, dass Peking sich offiziell zunächst in Schweigen hüllte. Und dieses Schweigen ist gestern nun gebrochen worden. So hatte ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums geäußert, er sei zuversichtlich, dass die USA mit China innerhalb von 90 Tagen ein Handelsabkommen schließen könnten. Ein weitergehendes Commitment war allerdings nicht zu vernehmen. Vielleicht auch weil die chinesische Seite zuletzt besonders irritiert war, als Donald Trump sich am Dienstag wieder einmal als Liebhaber von Zöllen outete ("I am a tariff man"), was den Eindruck erweckte, als ob er an einem fairen Handelsabkommen gar kein wirkliches Interesse habe.
Da nun gestern alle ursprünglich zur Veröffentlichung anstehenden US-Wirtschaftsdaten (abgesehen vom wenig beachteten Beige Book der Fed) auf heute verschoben wurden, konzentrierte sich das Interesse der Devisenhändler vornehmlich auf Nachrichten aus dem Euro-Raum. Wer jedoch erwartet hatte, dass Italien der EU-Kommission den für gestern geplanten, geänderten Haushaltsentwurf vorstellen würde, musste sich getäuscht sehen. Medienberichten zufolge will Italien dies in der kommenden Woche nachholen. Immerhin gab es ein Zeichen von Kompromissbereitschaft. Denn Medienberichten zufolge will die italienische Regierung bis zu 2 Mrd. EUR beim Mindesteinkommen für die Bürger einsparen. Vergleicht man allerdings diese Summe mit dem tatsächlichen Haushaltsposten, der schätzungsweise zwischen 10 bis 15 Mrd. EUR betragen könnte, wirkt die Kompromissbereitschaft weniger großartig.
Und so endete der Euro, wie es für Tage, an denen die US-Märkte geschlossen sind, typischerweise der Fall ist: am Eröffnungsniveau. Damit blieb auch der vorherrschende kurzfristige Abwärtstrend bestehen, dessen Potential bis 1,1230 bzw. 1,1155/60 reicht. An der Oberseite bleibt das gute Angebotsniveau bei 1,1435/40 das Maß der Dinge.

GBP

EUR USD (1,1335)

Es mag gestern durchaus Finanzmarktteilnehmer gegeben haben, die insgeheim gottfroh waren, dass die US-Administration anlässlich des Todes des früheren Präsidenten George H. W. Bush einen nationalen Trauertag anberaumt hatte. Denn damit wurde gleichzeitig die negative Nachrichtenspirale, die sich vor allen Dingen auf die US-Aktienmärkte stark ausgewirkt hatte, zumindest für eine gewisse Zeit lang unterbrochen. Zeit, um sich an die plötzlich neu entstandene Situation zu gewöhnen. Dabei waren die Wachstumssorgen wegen der US-Zinsstruktur¬kurve, die am Dienstag immerhin in zwei Abschnitten invers verlaufen war, vielleicht doch zu stark ins Rampenlicht der Aufmerksamkeit gerückt. Aber der Übergang und die Nähe mancher Renditeabstände von US-Staatsanleihen zur jeweiligen Nulllinie verdienen immer besondere Aufmerksamkeit, vor allen Dingen bei den Kommentatoren.
Zusätzlich zu dieser an und für sich bereits ungünstigen Gemengelage hatte US-Präsident Donald Trump am Dienstagabend teils harsche Worte und einige unangenehme Tweets in Richtung China vom Stapel gelassen. Fast schon musste man befürchten, dass nach dem verbalen Triumphzug Trumps zu Wochenbeginn der gerade erst angekündigte Waffenstillstand im Handelskonflikt zwischen den USA und China schon bald wieder infrage gestellt werden könnte. Zumindest war es verständlich, dass Peking sich offiziell zunächst in Schweigen hüllte. Und dieses Schweigen ist gestern nun gebrochen worden. So hatte ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums geäußert, er sei zuversichtlich, dass die USA mit China innerhalb von 90 Tagen ein Handelsabkommen schließen könnten. Ein weitergehendes Commitment war allerdings nicht zu vernehmen. Vielleicht auch weil die chinesische Seite zuletzt besonders irritiert war, als Donald Trump sich am Dienstag wieder einmal als Liebhaber von Zöllen outete ("I am a tariff man"), was den Eindruck erweckte, als ob er an einem fairen Handelsabkommen gar kein wirkliches Interesse habe.
Da nun gestern alle ursprünglich zur Veröffentlichung anstehenden US-Wirtschaftsdaten (abgesehen vom wenig beachteten Beige Book der Fed) auf heute verschoben wurden, konzentrierte sich das Interesse der Devisenhändler vornehmlich auf Nachrichten aus dem Euro-Raum. Wer jedoch erwartet hatte, dass Italien der EU-Kommission den für gestern geplanten, geänderten Haushaltsentwurf vorstellen würde, musste sich getäuscht sehen. Medienberichten zufolge will Italien dies in der kommenden Woche nachholen. Immerhin gab es ein Zeichen von Kompromissbereitschaft. Denn Medienberichten zufolge will die italienische Regierung bis zu 2 Mrd. EUR beim Mindesteinkommen für die Bürger einsparen. Vergleicht man allerdings diese Summe mit dem tatsächlichen Haushaltsposten, der schätzungsweise zwischen 10 bis 15 Mrd. EUR betragen könnte, wirkt die Kompromissbereitschaft weniger großartig.
Und so endete der Euro, wie es für Tage, an denen die US-Märkte geschlossen sind, typischerweise der Fall ist: am Eröffnungsniveau. Damit blieb auch der vorherrschende kurzfristige Abwärtstrend bestehen, dessen Potential bis 1,1230 bzw. 1,1155/60 reicht. An der Oberseite bleibt das gute Angebotsniveau bei 1,1435/40 das Maß der Dinge.

CHF

EUR CHF (1,1300)

Franken-Händler verbrachten gestern einen ausgesprochen ruhigen Handelstag. Gegenüber dem Euro äußerte sich dies in einer Handelsspanne, die weniger als 25 Stellen betrug. Damit hat sich auch am Szenario der Gemeinschaftswährung nichts Wesentliches geändert. Allerdings wäre selbst bei Überschreiten des vormals für den Start einer Rallye entscheidenden Auslösers bei 1,1405 nicht mehr zwingend mit einem starken Impuls zu rechnen. Immerhin würde sich die Situation für den Euro etwas verbessern, der auf der anderen Seite nur durch ein gutes Nachfrageniveau bei 1,1230 nachhaltig unterstützt ist.

PLN

EUR PLN (4,2845)

Wenig überraschend für die Händler verlief die gestrige Sitzung der Polnischen Nationalbank. In ihrem Statement geht die Zentralbank davon aus, dass sich die Konsumentenpreise in den kommenden Quartalen nahe am vorgesehenen Ziel entlang entwickeln dürften. Zentralbankchef Adam Glapinski betonte dabei zum wiederholten Male, dass er derzeit keinen zwingenden Grund sehe, im kommenden Jahr die Zinsen zu erhöhen. Demzufolge blieb der Zloty gegenüber dem Euro nur wenig bewegt – letzterer verharrt in seiner Konsolidierung zwischen 4,2735/50 und 4,3460, wobei das Angebotsniveau bei 4,3000 erhalten bleibt.

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