Globale Themen

UK: Plötzlicher Optimismus

USD

EUR USD (1,1390)

Dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft verringern soll, ist ein offenes Geheimnis. Und spätestens seit einer am Dienstag publizierten Fondsmanager-Umfrage (BofA Merrill Lynch) wurde deutlich, dass per Saldo 60 Prozent der interviewten Investoren davon ausgehen, das globale Wachstum werde sich innerhalb der kommenden zwölf Monate abschwächen. Obwohl es sich beim Resultat dieser Umfrage um den negativsten Ausblick seit Juli 2008 handelt, gehen nur 14 Prozent der Befragten davon aus, dass es weltweit auch zu einer Rezession kommen wird. Und so ist es auch kein Wunder, dass sich gestern zwei EZB-Ratsmitglieder zu Wort meldeten. Zum einen François Villeroy de Galhau, der der Eurozone zwar ein verlangsamtes Wachstum, aber keinen Abschwung attestierte. Aber auch Ewald Nowotny schloss die Gefahr einer Rezession in der Eurozone geradezu vehement aus. Allein, es gab Kommentatoren, die diese Statements eben wegen dieser Vehemenz als „verdächtig“ empfanden, als ob es etwas zu beschönigen gäbe. Denn in Deutschland scheinen die Devisenakteure für dieses Jahr weitere Wachstumsschwäche zu prognostizieren. Aber auch Kommentatoren wiesen gestern darauf hin, dass die Konsensprognose mehrerer Umfragen zufolge nur noch bei einem Bruttoinlandsprodukt von 1,2 Prozent für Deutschland in diesem Jahr liegt. Noch im Juni 2018 war man von 2,0 Prozent ausgegangen. Hauptgrund: Angesichts des finsteren Ausblicks für die Weltwirtschaft, aber auch bedingt durch weiteren Druck aus den USA, die androhen, möglicherweise Auto-Strafzölle zu erlassen, könnten die deutschen Exportzahlen unter Druck geraten.
Währenddessen verbuchte man in den USA gestern den 25. Tag des partiellen Government Shutdown, wobei die Sorge, dass das US-Wachstum unter der teilweisen Schließung der öffentlichen Behörden leiden könnte, von den Marktteilnehmern nicht besonders stark empfunden wurde. Allerdings fiel die Publizierung der Einzelhandelsumsätze für Dezember dem Shutdown zum Opfer, so dass dieses nicht ganz unwichtige Datum erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden wird. Mit der Zeit dürften sich die fehlenden Daten auch auf die Prognosemodelle der Ökonomen, etwa auf das viel beachtete Modell der Fed von Atlanta, GDPNow, mehr und mehr auswirken. Zwar liegt dessen Prognose für das vierte Quartal 2018 bei einem realen Bruttoinlandsprodukt von 2,8 Prozent, aber sowohl die Handelsbilanzzahlen vom November als auch besagte Einzelhandelsumsätze sind in der neuesten Vorhersage naturgemäß nicht enthalten.
Unterdessen blieb die für den Euro so wichtige Unterstützung bei 1,1380 auch gestern hart umkämpft, wurde jedoch nicht um den erforderlichen Mindestdurchstoß (zehn Punkte, vgl. unten) durchschlagen. In der Folge würde bekanntlich nicht nur der derzeitige schwache Aufwärtstrend mit Perspektive bis 1,1560 bzw.1,1605/10, wie von uns seit einigen Tagen befürchtet, als Fehlentwicklung klassifiziert, sondern gleichzeitig die Unterseite bis 1,1215, darunter auch 1,1080 für den Euro geöffnet.

GBP

EUR USD (1,1390)

Dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft verringern soll, ist ein offenes Geheimnis. Und spätestens seit einer am Dienstag publizierten Fondsmanager-Umfrage (BofA Merrill Lynch) wurde deutlich, dass per Saldo 60 Prozent der interviewten Investoren davon ausgehen, das globale Wachstum werde sich innerhalb der kommenden zwölf Monate abschwächen. Obwohl es sich beim Resultat dieser Umfrage um den negativsten Ausblick seit Juli 2008 handelt, gehen nur 14 Prozent der Befragten davon aus, dass es weltweit auch zu einer Rezession kommen wird. Und so ist es auch kein Wunder, dass sich gestern zwei EZB-Ratsmitglieder zu Wort meldeten. Zum einen François Villeroy de Galhau, der der Eurozone zwar ein verlangsamtes Wachstum, aber keinen Abschwung attestierte. Aber auch Ewald Nowotny schloss die Gefahr einer Rezession in der Eurozone geradezu vehement aus. Allein, es gab Kommentatoren, die diese Statements eben wegen dieser Vehemenz als „verdächtig“ empfanden, als ob es etwas zu beschönigen gäbe. Denn in Deutschland scheinen die Devisenakteure für dieses Jahr weitere Wachstumsschwäche zu prognostizieren. Aber auch Kommentatoren wiesen gestern darauf hin, dass die Konsensprognose mehrerer Umfragen zufolge nur noch bei einem Bruttoinlandsprodukt von 1,2 Prozent für Deutschland in diesem Jahr liegt. Noch im Juni 2018 war man von 2,0 Prozent ausgegangen. Hauptgrund: Angesichts des finsteren Ausblicks für die Weltwirtschaft, aber auch bedingt durch weiteren Druck aus den USA, die androhen, möglicherweise Auto-Strafzölle zu erlassen, könnten die deutschen Exportzahlen unter Druck geraten.
Währenddessen verbuchte man in den USA gestern den 25. Tag des partiellen Government Shutdown, wobei die Sorge, dass das US-Wachstum unter der teilweisen Schließung der öffentlichen Behörden leiden könnte, von den Marktteilnehmern nicht besonders stark empfunden wurde. Allerdings fiel die Publizierung der Einzelhandelsumsätze für Dezember dem Shutdown zum Opfer, so dass dieses nicht ganz unwichtige Datum erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden wird. Mit der Zeit dürften sich die fehlenden Daten auch auf die Prognosemodelle der Ökonomen, etwa auf das viel beachtete Modell der Fed von Atlanta, GDPNow, mehr und mehr auswirken. Zwar liegt dessen Prognose für das vierte Quartal 2018 bei einem realen Bruttoinlandsprodukt von 2,8 Prozent, aber sowohl die Handelsbilanzzahlen vom November als auch besagte Einzelhandelsumsätze sind in der neuesten Vorhersage naturgemäß nicht enthalten.
Unterdessen blieb die für den Euro so wichtige Unterstützung bei 1,1380 auch gestern hart umkämpft, wurde jedoch nicht um den erforderlichen Mindestdurchstoß (zehn Punkte, vgl. unten) durchschlagen. In der Folge würde bekanntlich nicht nur der derzeitige schwache Aufwärtstrend mit Perspektive bis 1,1560 bzw.1,1605/10, wie von uns seit einigen Tagen befürchtet, als Fehlentwicklung klassifiziert, sondern gleichzeitig die Unterseite bis 1,1215, darunter auch 1,1080 für den Euro geöffnet.

CHF

EUR CHF (1,1285)

Auch am gestrigen Handelstag zeigte der Euro wenig Ambitionen, gegenüber dem Franken einen richtungsweisenden Trend einzuschlagen. Damit bleibt die Gemeinschaftswährung – nach einer Handelsspanne von knapp 40 Stellen – in der Mitte ihrer derzeitigen Konsolidierungszone zwischen 1,1210 und 1,1350.

PLN

EUR PLN (4,2820)

An den polnischen Verbraucherpreisen, die gestern für den Monat Dezember veröffentlicht wurden und mit einem Plus von 0,6 Prozent der Median-Prognose der Ökonomen entsprach, kann es nicht gelegen haben, dass der Zloty etwas zulegen konnte. Vielleicht war dafür ein Statement des polnischen Ministers für Investment und Entwicklung, Jerzy Kwiecinski, ursächlich. Dieser geht sowohl für das vierte Quartal als auch für das gesamte Jahr 2018 von einem Wachstum von 5 Prozent aus. In der Folge testete der Euro beinahe die Untergrenze seiner derzeitigen Konsolidierung zwischen 4,2770 und 4,3080. Sollte diese Begrenzung tatsächlich fallen, wären weitere schrittweise Kursrückgänge (aber kein Trend) in Richtung 4,2640 und 4,2440 denkbar.

CZK

EUR CZK (25,53)

Der tschechische Erzeugerpreisindex ist mit einem Plus von 2,4 Prozent (gegenüber Vorjahr) im Dezember niedriger als im Vormonat ausgefallen und gleichsam hinter den Erwartungen der Ökonomen zurückgeblieben. Dennoch bleibt der Abwärtstrend des Euro gegenüber der Krone mit Potenzial bis 25,35 erhalten, doch tritt die Gemeinschaftswährung nun bereits den vierten Tag hintereinander auf der Stelle. Der Stabilitätspunkt liegt nun bei 25,70.

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